Medienversorgung

Der "echte" FTTB/H-Glasfaseranschluss kommt nach München

27.02.2018

Nach der Winterpause haben die Telekommunikationsanbieter SWM und M-net eine zweite Ausbaustufe für das superschnelle Internet gestartet: In München werden sechs weitere Stadtteile an das Glasfasernetz angeschlossen. Im Jahr 2021 sollen rund 70 Prozent aller Münchner Haushalte über einen echten FTTB/H-Glasfaseranschluss verfügen.

Ein Foto der Innenstadt von München. In die Straßen wurde ein Lichtstrahl hineingebastelt
Die SWM und M-net bauen in München eines der größten zusammenhängenden Glasfasernetze Europas. BILD: M-Net

Die Bauarbeiten beginnen im Norden und Osten der Stadt, und zwar in Parkstadt Bogenhausen, Balanstraße, Perlach Süd, Josephsburg, Moosach Süd und Milbertshofen/Freimann Süd. Bis Ende des Jahres werden damit voraussichtlich schon über 490.000 Haushalte an das Münchner Glasfasernetz angeschlossen sein. Nach Abschluss der zweiten Ausbaustufe im Jahr 2021 werden es über 620.000 sein.

Immer mehr Münchner Haushalte haben Zugriff auf einen "superschnellen" Internetanschluss, bei dem eine leistungsfähige Glasfaserleitung entweder bis in den Keller (FTTB = Fiber to the Building) oder bis direkt in die Wohnung reicht (FTTH = Fiber to the Home). Diese zukunftsweisende digitale Infrastruktur ist in weiten Teilen Deutschlands noch nicht verfügbar. Die Stadtwerke München errichtet mit ihrer Telekommunikationstochter M-net seit 2010 eines der größten zusammenhängenden Glasfasernetze Europas.

SWM und M-net informieren Hausbesitzer in den Ausbaugebieten

Auf Informationsabenden für Hausbesitzer und Wohnbaugenossenschaften erläutern SWM und M-net die Erweiterung des Glasfasernetzes. Dabei gehen die Fachleute unter anderem auf die geplanten Tiefbauarbeiten im Bereich der Gehwege ein und klären über die notwendigen Schritte auf, um die Glasfaserkabel in jedes einzelne Gebäude hinein zu verlegen. Der eigentliche Hausanschluss erfolgt durch eine nur vier Zentimeter große Bohrung in den Keller oder durch die in vielen Häusern bereits vorhandene SWM Mehrspartenhauseinführung.

Im Keller installieren die Stadtwerke dann einen sogenannten APL, einen kleinen Kasten, der als Abschluss- und Übergabepunkt der Glasfaserleitung dient. An diesen wiederum schließt M-net einen speziellen Wandler an, der die optischen Daten aus dem Glasfasernetz in elektrische Impulse übersetzt. Dies ermöglicht, dass im Haus selbst auch weiterhin das bestehende Kupferkabelnetz verwendet werden kann, um den Bewohnern in den einzelnen Wohnungen Highspeed-Internet, Telefon und HD-Fernsehen anbieten zu können. Alternativ ist es auch möglich, Glasfaserkabel bis direkt in die einzelnen Wohnungen zu verlegen. Diese FTTH (Fiber to the Home) genannte Ausbauvariante ist die leistungsfähigste und zukunftssicherste. Über FTTH-Anschlüsse bietet M-net schon heute Internet-Bandbreiten von bis zu 1.000 Mbit/s (= 1 Gbit/s) an.

Eine Investition in die Zukunft

Schnelle Internetanschlüsse werden immer wichtiger – und somit immer mehr zum Wertfaktor für Hauseigentümer. Mit einem direkten Glasfaseranschluss verfügt die Immobilie über eine zukunftssichere Breitbandanbindung, die auch noch in Jahrzehnten höchsten Ansprüchen gewachsen sein wird.

Die Anbindung an das Glasfasernetz der SWM ermöglicht langfristig noch weitere Vorteile wie beispielsweise Smart Metering, also den Einsatz moderner Strommesssysteme. Diese gelten als wichtiges Element bei der Umsetzung der Energiewende. Darüber hinaus können sie durch die intelligente Auswertung der Verbrauchsdaten auch beim Stromsparen helfen.

Für die Hausbesitzer ist die Erschließung ihrer Immobilie im Rahmen des laufenden Ausbauprojekts kostenfrei, da die SWM und M-net sämtliche Bau-, Installations- und Hardwarekosten tragen. Erst wenn die Bewohner Telekommunikationsdienste über die neue Glasfaser-Infrastruktur nutzen, also Internet-, Telefon- oder TV-Anschlüsse bei M-net buchen, fallen für die Kunden effektiv Kosten an.

Suchbegriffe: FTTBFTTHGlasfaser

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