Ein ausgewählter Ort im Land der Ideen

Am 19. Oktober führt die Redaktion einen exklusiven Kreis von Entscheidern der Wohnungswirtschaft ins Märkische Viertel in Berlin. Die Gesobau AG wertet dieses Quartier bis 2015 zur CO2-neutralen Großstadtsiedlung auf. Zur Halbzeit wurde das Projekt als „Ausgewählter Ort 2012“ ausgezeichnet.

Die Prämierung erfolgte anlässlich der Fertigstellung der 6.500. Wohnung im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“. Ausgelobt wird der Preis seit 2006 von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank. Ausgezeichnet wurde die Gesobau für die 2007 begonnene und noch bis 2015 andauernde energetische Komplettmodernisierung von 13.000 Wohnungen in der Großsiedlung Märkisches Viertel. Überzeugt hatte die Jury die ganzheitliche Vorgehensweise des städtischen Wohnungsunternehmens. Neben dem energetischen Konzept überzeugte der moderne Ansatz integrierter Stadtentwicklung. Der reduzierte Energiebedarf nach der Modernisierung sowie der Einsatz regenerativer Energien beim zentralen Wärmeversorger stellen sicher, dass das Märkische Viertel 2015 Deutschlands größte Niedrigenergie-Großsiedlung sein wird. Das Ziel der CO2-Neutralität einer Großstadtsiedlung soll bis 2015 durch den Umbau des bestehenden Heizkraftwerkes erreicht werden. Betreiber Vattenfall wird nach der Umrüstung Biomasse verfeuern. In den Wohnungen sinkt der rechnerische Endenergiebedarf von 177 kWh/qm und Jahr auf 48 kWh/qm und Jahr. Verena Lorenz, Filialdirektorin der Deutschen Bank im Märkischen Viertel, überreichte Christian Wilkens, Vorstand der Gesobau AG, die Auszeichnung als „Ausgewählter Ort 2012“. „Hier im Märkischen Viertel wird schon heute an das Wohnen der Zukunft gedacht. Das Projekt zeigt, wie zum Wohl von Umwelt und Gesellschaft ressourcenschonend gebaut, modernisiert und gelebt werden kann, begründete Verena Lorenz das Engagement der Deutschen Bank für den Ideen- Wettbe­werb. „Diese Auszeichnung bestätigt uns in dem, was wir in Berlin bewegen. Unsere Vision, das Märkische Viertel zur ersten Niedrigenergie-Großwohnsiedlung in Deutschland umzu­bauen, nimmt immer mehr Gestalt an“, so Gesobau-Vorstand Wilkens. „Wir setzen damit nicht nur ein Zeichen für den Klimaschutz, sondern verbessern die Lebensqualität für die Menschen, die hier ihr Zuhause haben.“

Das Programm der Exkursion

Die Immobilien-Exkursion der IVV ist eine ganztätige Veranstaltung. Am Vormittag werden Projektverantwortliche der Gesobau AG die Teilnehmer durch das Märkische Viertel führen, um unrenovierte Wohnungen, Baustellen und bezugsfertige Wohnungen in Augenschein zu nehmen. Nach der gemeinsamen Mittagspause erwartet die Exkursionsteilnehmer im Haus des Verlags HUSS-MEDIEN ein Vortragsprogramm. Vertreter der am Projekt beteiligten Industrieunternehmen werden ihre technischen Lösungen für Wärmedämmung und Wohnungsaufwertung vorstellen.

Alsecco GmbH

Die Hochhäuser und Schlangengebäude im Märkischen Viertel verfügen über riesige Fassadenflächen, die gegen die Wärmetransmission auszurüsten sind. Die Alsecco GmbH wurde damit beauftragt, ein effektives Wärmedämmverbundsystem aufzubauen. Unser Referent für Alsecco ist Heiko Stark, Leiter Technisches Marketing und Produktmanagement. Er wird das Konzept der „Funktionsbekleidung für Gebäude“ erklären und unter anderem Fassadensysteme mit Carbontechnologie vorstellen. Mit neuen Oberflächen ergeben sich demnach Gestaltungsspielräume auf Wärmedämmverbundsystemen.

Keramag AG

„Inklusion“ ist das zentrale Thema des Fachvortrages von Dr.-Ing. Ronald Herkt, Vertriebsleiter Projekt-Geschäft bei Keramag. Dieser aus der Sozialwissenschaft entliehene Begriff hat in die Produktentwicklung Einzug gehalten und beschreibt das Ziel, Gebrauchsgegenstände herzustellen, die den Verbraucher in jeder Lebensphase begleiten, die von Alt und Jung, Gesunden und Behinderten gleichermaßen benutzt werden können. Keramag hat Sanitärprodukte nach dem Inklusionsprinzip entwickelt und im Märkischen Viertel installieren können. Diese Produkte folgen einem „Design for all“-Prinzip und reichen über die barrierefreie Gestaltung von Bädern hinaus.

Franz Kaldewei GmbH & Co. KG

Einen weiteren Fachvortrag wird Josef Scheller vom Sanitärhersteller Franz Kaldewei halten. Das Unternehmen rüstet zahlreiche neue Bäder mit Badewannen oder Duschflächen aus Stahlemail in 3,5 mm Materialstärke aus. Dem Hersteller ist es gelungen, hochwertige designorientierte Sanitärprodukte zur Verfügung zu stellen, die in das Budget des Berliner Mietwohnungsbaus passen. Referent Scheller wird Musterlösungen für Wohnungsunternehmen und Referenzprojekte vorstellen.

Thomas Engelbrecht

Anmeldungsformular

Weiterführende Links:
http://www.vermieter-ratgeber.de/immobilien-exkursion/2012/07/31

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