Neue Impulse im Bauwesen

Fachforum: Wohnen im Holz

Bis vor wenigen Jahren waren Architekten, Planerer, Kommunen und Baugemeinschaften die auf Holz als Baustoff setzten, noch Exoten in Hamburg. Mittlerweile lässt sich das nicht mehr behaupten: Der Holzbau in Norddeutschland überzeugt mit seiner Vielfältigkeit in Form und Ausführung. Das Hamburger Fachforum „Wohnen im Holz“ lenkt am 20. September 2018 den Blick auf beispielhafte Wohnungsbauprojekte, beleuchtet die Hintergründe zu den einzelnen Projekten und zeigt die Planungsdetails. Die TeilnehmerInnen erhalten in vier verschiedenen Themenblöcken Informationen über effektive Holzbaustrategien und aktuelle Förderprogramme.

Diese Hausfassade aus Holz sieht attraktiv aus. Einladend ist auch die Veranstaltung zum Thema "Wohnen mit Holz" in Hamburg. FOTO: PIXABAY
Diese Hausfassade aus Holz sieht attraktiv aus. Einladend ist auch die Veranstaltung zum Thema "Wohnen mit Holz" in Hamburg. FOTO: PIXABAY

Es ist Zeit für einen Erfahrungsaustausch: Kann der Holzbau seine Versprechen beim Bauherren und Nutzer einlösen? Wie wohnt es sich im Holz?“  

Holz für die Wohnungsbauoffensive

Im ersten Themenblock werfen Staatsrat Matthias Kock (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen) und Dr. Stefan Diederichs (Behörde für Umwelt und Energie) als kommunale Vertreter einen Blick auf die Hamburger Wohnungslage. Unter dem Stichwort „Wohnungsmangel“ werden insbesondere die Holzbaustrategie als auch Fördermöglichkeiten betrachtet.

Holz als Perspektive? – Sicht der Investoren

Der zweite Themenblock hält zwei besondere Projekte aus Sicht von Investoren und einer Wohnungsbaugesellschaft bereit: Georg Nunnemann (Garbe Immobilien-Projekte GmbH) präsentiert die „Wildspitze“ in der HafenCity, das zukünftig höchste Holzhochhaus Deutschlands: „Holzkonstruktionen ermöglichen es, qualitativ hochwertig, schnell und deshalb wirtschaftlich und zukunftsorientiert zu bauen. Das wollen wir mit der Wildspitze unter Beweis stellen“. Ein gänzlich anderes Projekt präsentiert Corinna Bühring (GEWOBA Bremen) mit dem „Bremer Punkt“, das auf Holz als nachwachsenden Baustoff für schnellen, seriellen Wohnungsbau setzt: „Dass der Holzbau durch Vorfertigung und die daraus resultierende "leise, saubere" Bauweise im Vergleich zum Massivbau die Nerven der Siedlungsbewohner schont, prädestiniert die Holzbauweise für die Nachverdichtung.“
Die anschließende Diskussionsrunde mit den ReferentInnen befasst sich mit der Frage, inwieweit Holz im innerstädtischen Raum eine Alternative zu herkömmlichen Baustoffen darstellt.

Baugemeinschaften – Impulsgeber des Holzbaus?

Nicht nur Investoren, sondern auch Baugemeinschaften haben den Baustoff Holz für sich entdeckt. Die Architekten Tom Kaden (Kaden+Lager GmbH) und Neil Winstanley (Spine Architects GmbH), der selbst ein Holzhaus bewohnt, schildern mit ihren Projekten „Tor zur Welt“ und „Plan A“ das Bauen mit Holz aus dem Blickwinkel von Architekten die für Baugemeinschaften planen. Gemeinsam mit den Referenten und einer Vertreterin der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung wird das Bauen mit Holz für eine Baugemeinschaft diskutiert.

Holzbau-Projekte aus Norddeutschland

Der finale Vortragsblock blickt über den Tellerrand und stellt verschiedene norddeutsche Holzbauprojekte vor. Hier zeigen die Projekte 3xGRÜN in Berlin, der Ellener Hof in Bremen, die ÜSTRA Siedlung in Hannover sowie das Quartier Vogelkamp in Hamburg, wie facettenreich sich das Bauen mit Holz – von der Aufstockung bis zum ganzen Holzbau-Quartier – in Norddeutschland gestaltet.

Hamburger Fachforum – „Wohnen im Holz“
Donnerstag, 20. September 2018
9.00 – 17.45 Uhr
Hotel Hafen Hamburg, Seewartenstraße 9
20459 Hamburg

Das Hamburger Fachforum 2018 „Wohnen im Holz“ wird von der ZEBAU GmbH mit Unterstützung der Behörde für Umwelt und Energie der Hansestadt Hamburg ausgerichtet.

Fortbildungspunkte: Das Hamburger Fachforum 2018 wird von der Architekten- und Ingenieurskammer Schleswig-Holstein als Fortbildung anerkannt und für die Eintragung bzw. Verlängerung der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes angerechnet.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Hier erhalten Sie detaillierte Informationen zum Programm und zur Anmeldung.
 

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