Fachkräfteengpässe im Bauhandwerk beeinträchtigen zunehmend den Wohnungsbau
Große Schere zwischen Baugenehmigungen und Baufertigstellungen
Die Gründe für den hohen Bauüberhang sind vielschichtig: Gerade im Mietswohnungsbau dauert etwa die Fertigstellung oftmals länger als 2-3 Jahre. Auch ist davon auszugehen, dass einige Bauherren den Baubeginn nach Genehmigung verzögern, weil sie auf steigende Mieten und Immobilienpreise in der Zukunft oder auf künftig wieder niedrige Baukosten setzen.
Eine ganz zentrale Rolle spielen aber Kapazitätsengpässe in der Bauwirtschaft – und zwar zunehmend ausgelöst durch Fachkräftemangel. Das Bauhauptgewerbe (z.B. Hochbauunternehmen) konnte die Baunachfrage bisher aufgrund der Zuwanderung ausländischer Fachkräfte befriedigen. Jeder sechste Mitarbeiter in diesem Wirtschaftszweig stammt mittlerweile aus dem Ausland. Im Ausbaugewerbe bestehen jedoch Engpässe hinsichtlich qualifizierter Mitarbeiter.
„Im Klempner-, Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk hat sich das Fachkräfteangebot im vergangenen Jahr weiter verknappt, wie die hohe Zahl und die lange Dauer offen gemeldeter Stellen bei der Bundesarbeitsagentur zeigt. Vor allem Meister sind schwer zu bekommen, aber zunehmend auch andere Fachkräfte des Bauhandwerks“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Der Fachkräftemangel wird allmählich zum größten Risiko für eine Ausweitung der Bautätigkeit in Deutschland.“
Weiterlesen: Arbeit bis unters Dach – mehr Bauen geht gar nicht











