Das Thema „Fachkräftemangel“ ist schon lange auf der Agenda. Auch bei Immobilienverwaltungen. Mit den unangenehmen Begleiterscheinungen wie steigenden Personalkosten und wiederkehrenden personellen Notständen haben wir uns ja schon fast arrangiert. Was jetzt aber hinzutritt, lässt mich die Zukunft mit Skepsis betrachten. Worum geht´s?
Wenn die Hausverwaltung wächst
Meine Hausverwaltung ist in den letzten Jahren gewachsen und ich plane sogar, einen neuen Standort zu eröffnen. Darüber habe ich mit meiner Belegschaft Gespräche geführt, auch mit zwei Mitarbeitern, denen ich die Führung des neuen Standortes gerne anvertrauen würde.
Und was meinen Sie? Beide haben abgesagt. Wie übrigens auch viel andere Personen, die ich über diverse Kanäle – auch Agenturen – angesprochen habe.
Allgemeines Feedback: „Lassen Sie mal, meine Position gefällt mir so wie sie ist und mehr Geld verdienen muss ich nicht. Außerdem müsste ich mehr Verantwortung übernehmen und mehr leisten. Ich habe lieber mehr Freizeit. Danke, aber nein!“
Ich dachte, ich stoße mit meiner Expansion und der damit verbundenen Leitungsfunktion auf offene Türen. Gerade, weil mir genau diese Personen in der Vergangenheit immer wieder gesagt haben, dass sie neue Projekte und damit mehr Verantwortung übernehmen möchten. Kommt mir ein wenig so vor, wie „wasch‘ mich, aber mach‘ mich nicht nass!“ … oder bin ich zu antiquiert in meinen Ansichten?
Mehr Aufgaben, Personal fehlt
Letztlich ist es doch so: Wenn in ein paar Jahren die Boomer-Generation in Rente geht, fehlen unserer Branche weitere 25 bis 30 Prozent an Personal und Führungskräften. Wenn bis dahin keiner auf diese Positionen und die damit verbundenen Aufgaben vorbereitet wird, wer soll dann die vielen Unternehmen am Leben erhalten? Hat sich das mal jemand aus der kommenden Generation überlegt?
Mich macht das nachdenklich und ich werde mal schauen, wie meine Kollegen das sehen. Vielleicht sollten wir hier eine gemeinschaftliche Aktion zur Aus- und Weiterbildung von möglichen Führungskräften starten. Damit unsere Unternehmen auch in ein paar Jahren noch den guten Service bringen können, wie sie dies jetzt (noch) tun.
Michael Friedrich
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