Breitband-Ausbau

Telekom setzt verstärkt auf Wohnungswirtschaft

Die Telekom sucht den Schulterschluss mit der Wohnungswirtschaft, um den Glasfaser- Anschluss in Deutschland zu beschleunigen – möglichst bis in jede Wohnung.
1105
Die Stadt Augsburg treibt die Vernetzung ihrer Wohnquartiere mit Glasfaserkabel voran. Bild: M-Net
Die Stadt Augsburg treibt die Vernetzung ihrer Wohnquartiere mit Glasfaserkabel voran. Bild: M-Net

Die Telekom treibt nach eigenen Angaben den Ausbau ihres Glasfasernetzes voran und unterhalte schon jetzt mit 500.000 Kilometern die mit Abstand größte und bedeutendste Breitband-Infrastruktur in Deutschland. Der „Anschluss für alle“ gelinge nur gemeinsam mit den privaten und öffentlichen Wohnungsunternehmen, Eigentümergemeinschaften, Immobilienverwaltern und Hausbesitzern. Aus diesem Grund habe die Telekom ihren Geschäftsbereich Wohnungswirtschaft neu strukturiert und das Team durch branchenerfahrene Mitarbeiter aufgestockt. Das primäre Ziel sei es, alles aus einer Hand anzubieten: vom Internet- und Fernsehanschluss bis hin zu digitalen Lösungen für effizientere Geschäftsprozesse. Um die einzelnen Wohnungen schnellstmöglich und flächendeckend zu vernetzen, gehe die Telekom neue Wege: Zwar sei der direkte Glasfaser-Anschluss in jede Wohnung, sog. Fiber to the Home (FTTH) der Königsweg – zugleich nutze die Telekom aber auch vorhandene intakte Fernsehkabelnetze. Vorteil für den Vermieter: Wenn die bereits bestehenden Koaxialnetze für das Fernsehkabelnetz mit der Glasfaser der Telekom verbunden werden, geht der Anschluss schnell und ohne große Bauarbeiten im Haus über die Bühne. Die Telekom biete einen vollumfänglichen Service: vom Verlegen der Glasfaser bis hin zu Mieterinformationen und dem reibungslosen Umzug von Telefonnummern und Internetanschlüssen. Ihr Fernsehangebot habe die Telekom speziell für die Wohnungswirtschaft deutlich erweitert: Es umfasse über 250 frei empfangbare Fernseh- und Radiosender und zusätzlich das bundesweit umfangreichste Fremdsprachenprogramm mit 42 Sendern in 22 Sprachen. Zwei Free-TV Sender gibt es bereits in Ultra-HD; auch mit exklusiven Inhalten wie „Magenta Sport“ oder „#Dabei“ stellt sich die Telekom dem Wettbewerb im Kabelfernsehen.

Das Konzept der Telekom geht über die Medienversorgung der Mieter hinaus Das Unternehmen entwickelt in Kooperation mit renommierten Partnern innovative Dienste, die die Verwaltung und Vermietung von Liegenschaften effizienter machen und das Objekt bedeutend aufwerten sollen – vom digitalen Schließsystem über Telemetrie bis hin zur virtuellen 360 °-Wohnungsbesichtigung oder dem Einsatz von Drohnen für die Verkehrssicherungspflicht. (Red.)

Redaktion (allg.)

AnhangGröße
Beitrag als PDF herunterladen209.27 KB

◂ Heft-Navigation ▸

Artikel Telekom setzt verstärkt auf Wohnungswirtschaft
Seite 37
6.11.2020
Reform des TKG
Die mietrechtliche Umlagefähigkeit der Kabel- und Fernsehgrundgebühren wackelt. Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet an einer Reform des Telekommunikationsgesetzes, die bis in die...
29.7.2020
Warum die Telekom den Schulterschluss sucht
Während der Corona-Krise wechselten Millionen Deutsche ins Homeoffice, es wurde im Internet gesurft und gestreamt wie noch nie – und viele wunderten sich: Warum hielt das Netz dem explosionsartig...
5.10.2020
Fernsehen und Internet in Lichtgeschwindigkeit
Vermieter, Verwalter, Verbraucher und Verbände fordern unisono den Glasfaseranschluss für alle. Und der liegt näher, als man denkt – oft sogar in Grundstücksnähe. Für den Lückenschluss bietet die...
4.5.2021
Neues Telekommunikationsgesetz
Der Deutsche Bundestag hat ein neues Telekommunikationsgesetz verabschiedet. Sofern der Bundesrat zustimmt, wäre damit die Umlagefähigkeit der Kabel-Gebühren Geschichte. Die Warnung der...
5.6.2020
Schnelles Internet
Im Augsburger Bismarckviertel hat die zweite Stufe des Glasfaserausbaus der Stadtwerke Augsburg (swa) gemeinsam mit dem bayerischen Glasfaseranbieter M-net begonnen.