Corona-Ticker

Wie das Virus eine Branche infiziert

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Quartiersmeister Wolfgang Adamczyk von der Vivawest Wohnen GmbH besorgt für Risikogruppen Medikamente aus der Apotheke. Bild: Vivawest
Quartiersmeister Wolfgang Adamczyk von der Vivawest Wohnen GmbH besorgt für Risikogruppen Medikamente aus der Apotheke. Bild: Vivawest

Rund vier Wochen dauerten die Kontaksperre und Firmenschließungen bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe an. Die erste Phase des Ausnahmezustands war eine Zeit der Sorgen, der Unsicherheit und pessimistischer Aussichten; die Sammlung von Fakten und validen Daten, die auch weniger Schlimmes verheißen könnten, braucht mehr Zeit. Welche Tendenzen lassen sich nach vier Wochen Lockdown erkennen? Im Bereich der Wohnungsmietverhältnisse funktionieren die Sicherungen des Sozialstaates. Wer Arbeitlosengeld, Kurzarbeitergeld oder Wohngeld erhält, kann die Miete im ersten und zweiten Monat weiter zahlen. Deutlich risikoreicher sind Gewerbemietverhältnisse. Einzelhändler, Gastro- und Hotelbetriebe waren von heute auf morgen bei Umsätzen nahe Null. Würde die Stilllegung lange andauern, wären Pleiten und Massenarbeitslosigkeit die Folge. Nach vier Wochen haben Bund und Länder die Öffnung von Läden bis 800 Quadratmeter Fläche und sämtlicher Autohäuser beschlossen. Die Ausbreitung des Virus schien zu diesem Zeitpunkt deutlich gebremst, das Geschehen insgesamt kontrollierbarer. Für die Mietvertragsparteien muss in den kommenden Wochen der Grundsatz gelten: Vertrag kommt von Vertragen. Bei finanziellen Engpässen hilft miteinander reden, reden, reden und individuelle Entlastungen und Stundungspläne aushandeln. Es gibt Gründe, die Nerven zu behalten – das zeigt auch unser Corona-Ticker. Mit dem Newsüberblick auf den folgenden Seiten – und online – bilden wir einen Teil der immobilienwirtschaftlichen Infektionen und Widerstandskräfte ab.

Hamburg meldet wenig Mietausfälleim Wohnbereich

Die wohnungswirtschaftlichen Verbände im Hamburger Bündnis für das Wohnen – der BFW Landesverband Nord, der Grundeigentümer-Verband Hamburg, der IVD Nord sowie der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) haben eine Umfrage unter ihren Mitgliedern durchgeführt. Die Umfrage wurde online erhoben und lief bis zum 14. April. Damit seien die Aprilmieten bereits zum Großteil erfasst worden. Insgesamt flossen die Daten von 888 Hamburger Unternehmen sowie privaten Vermietern ein. Sie beziehen sich auf 357.572 Wohnraummietverhältnisse und 11.072 Gewerbeeinheiten. Eine zentrale Erkenntnis lautet: Bis zum genannten Zeitpunkt seien in 2.490 Fällen die Wohnungsmieten als Folge der Corona-Pandemie ausgefallen. Das sei weniger als ein Prozent. Im Durchschnitt betrage die Höhe der ausgefallenen Miete pro Wohnung 704 Euro.

Im Gewerbebereich seien die Auswirkungen deutlicher. Vermieter von Einzelhandelsflächen, Gastronomie oder Hotels treffe es besonders hart. Hier gab es zum Teil Mietausfälle von bis zu 80 Prozent. Betrachte man alle Gewerbeimmobilien inklusive der Büros und Logistikflächen waren laut Umfrage schon knapp 17 Prozent der Mieten ausgefallen. Die Höhe der entgangenen Miete liege bei durchschnittlich 3.032 Euro pro Gewerbeeinheit.

BFW: Manche Gewerberaum-Vermieter verzeichnen 80 Prozent Zahlungsausfälle

Eine deutschlandweite Umfrage unter seinen Mitgliedsunternehmen hat der BFW Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen durchgeführt. Erfasst wurden damit 230.000 Wohnmietverhältnisse und 16.000 Gewerbemietverhältnisse. Zwischenergebnis der Umfrage: Bundesweit haben 19 Prozent der befragten Immobilienunternehmen Mietausfälle im Gewerbebereich. In Bayern berichten 28 Prozent der befragten Unternehmen von ausbleibenden Zahlungen von Gewerbemieten, in Berlin 20 Prozent und in Nordrhein-Westfalen 15 Prozent. 70 Prozent der Mietausfälle stammen aus Verträgen mit dem Einzelhandel, Gastronomie und dem Hotelbereich. Abhängig von der Zusammensetzung der Bestände und der jeweiligen Branche biete sich ein sehr heterogenes Bild. Während manche Unternehmen gar nicht oder nur in geringem Maße von Mietausfällen betroffen seien, verzeichneten andere Zahlungsausfälle von bis zu 80 Prozent der Gewerbemietverhältnisse.

Bayerische Wohnungswirtschaft zeigt sich optimistisch

Die Wohnungswirtschaft Bayerns blickt trotz erwarteter Mietausfälle und Verzögerungen bei Baumaßnahmen verhalten zuversichtlich in die Zukunft. Insbesondere Zahlungsausfälle bei Gewerbemietern bergen jedoch für viele Unternehmen ein hohes Risiko. Das ergab eine Befragung des VdW Bayern bei den 482 Verbandsmitgliedern. Rund 63 Prozent rechnen in den kommenden Monaten mit höheren Mietausfällen. Vor allem im Bereich der Gewerbemieter schätzen viele Unternehmen das Risiko von Mietausfällen als hoch oder sehr hoch ein (53 %). Aus der Mieterschaft verzeichnen 39 Prozent der Wohnungsunternehmen eine wachsende Zahl von Anfragen zu Mietstundungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

In der bayerischen Wohnungswirtschaft kommt es bisher kaum zu Kurzarbeit. In 97 Prozent der Unternehmen kam es bislang nicht zu einer Verringerung der Arbeitszeit. In vielen Geschäftsbereichen kommt es jedoch aufgrund der aktuellen Situation zu teils starken Einschränkungen. Am stärksten betroffen ist der Bereich Vermietung. Jedes zweite Wohnungsunternehmen meldet hier große Einschränkungen und in Teilen sogar eine Einstellung des Vermietungsgeschäfts. Die größte Herausforderung liegt im Bereich der Instandhaltung von Wohnungen. Für 40 Prozent ist hier ein normales Arbeiten kaum noch möglich, weil Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.

Die Mehrheit der Wohnungsunternehmen (64 %) rechnet mit einer Verzögerung bei laufenden Projekten. Das gilt vor allem für Instandhaltung (40 %), Modernisierungsmaßnahmen (36 %) und Neubau-Projekte (35 %). „Das Investitionsniveau wird, Stand heute, wohl nahezu gleichbleiben“, zeigt sich Verbandsdirektor Hans Maier optimistisch. Das hänge aber stark vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. „Viele Wohnungsunternehmen gehen davon aus, dass im Jahresverlauf Baumaßnahmen gestoppt oder abgebrochenen werden müssen“.

Und dennoch rechnen derzeit nur wenige Vertreter der Branche mit starken negativen Auswirkungen auf die weitere Geschäftsentwicklung in den nächsten Monaten. Nur 7,0 Prozent der Unternehmen erwarten eine starke Beeinträchtigung. Die Mehrheit (85 %) rechnet mit einer geringfügigen oder moderaten Beeinträchtigung und 8,0 Prozent sehen die Geschäftsentwicklung sogar überhaupt nicht beeinträchtigt.

Große Verunsicherung bei privaten Vermietern

66 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland werden von insgesamt 3,9 Millionen privaten Kleinvermietern angeboten. Die COVID-19-Pandemie sorge diesen privaten Kleinvermietern für große Verunsicherung. Das berichtet der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in Berlin. „Unsere Vereine werden von ratsuchenden Eigentümern förmlich überrannt“, beschreibt Verbandspräsident Kai Warnecke die Situation. In der zweiten März-Hälfte hätten die knapp 900 Haus & Grund-Vereine über 20.000 Beratungen im Zusammenhang mit COVID 19 durchgeführt. Warnecke erneuerte seinen Vorschlag, jetzt zügig einen Mieten- und Wohnkostenfonds einzurichten, der im Notfall die Mietzahlungen übernehme. „So ein Fonds würde erheblich zur Marktberuhigung beitragen und zugleich Mieter schützen“, betonte Warnecke.

Das Mietenmoratorium der Bundesregierung sei keine Maßnahme des Mieterschutzes, sondern treibe Vermieter in die Pleite. Warnecke betonte, dass in der jetzigen Situation Solidarität gefordert sei. „Viele Vermieter, die dazu finanziell in der Lage sind, zeigen sich solidarisch gegenüber ihren Mietern. Aber nicht jeder Vermieter kann das leisten und nicht jeder Mieter ist per se bedürftig. Wo es Probleme gibt, muss das Gespräch gesucht werden. Und wenn Mieter krisenbedingt nicht zahlen können, muss der Staat einspringen – und zwar schnell“, forderte Warnecke.

Wohnimmobilien weiterhin gefragt und Preise stabil

Das Portal ImmoScout24 und die Sprengnetter Immobilienbewertung sehen eine stabile Entwicklung des deutschen Immobilienmarkts. Aufgrund der Kontaktsperren hätten sich in der zweiten Märzhälfte die Marktaktivität auf Deutschlands größtem Immobilien-Marktplatz verringert. Aber schon Ende März habe die Zahl der Neu-Inserate um gut 16 Prozent zugenommen. Die Ansichten der Immobilien-Exposés hätten in der ersten April-Hälfte um 16 Prozent zugenommen, die Kontaktanfragen seien im gleichen Zeitraum um 18,2 Prozent gestiegen. Damit bewegten sich Angebot und Nachfrage nach Immobilien wieder auf die Normalwerte vor der Corona-Pandemie zu. Das Gesamtangebot an Eigentumswohnungen zeige sich durch die Corona-Pandemie weitgehend ungetrübt und habe nach einem leichten Rückgang von Mitte Januar bis Ende Februar seit Ende März wieder um 2,5 Prozent zugenomen. Dies treffe vor allem auf die Metropolregionen Berlin, Düsseldorf und Hamburg zu.

Das Angebot an Mietwohnungen erlebte von Mitte bis Ende März einen deutschlandweiten Rückgang um 9,7 Prozent und sei seitdem wieder um 5,7 Prozent angestiegen. Allein in Frankfurt am Main stieg die Anzahl der Mietinserate innerhalb einer Woche um rund zehn Prozent. Seit dem 23. März haben auch die Mietangebote in München und Hamburg wieder zugenommen (+ 6 Prozent bzw. + 8 Prozent). Bewegung sei durch die Corona-Pandemie auch in das Segment „Wohnen auf Zeit“ gekommen. Viele private Vermieter scheinen ihre Ferienwohnungen umzuwidmen und in den Mietwohnungsmarkt zurückzuführen. Die deutschen Top-7-Städte verzeichnen seit Mitte März in dieser Kategorie ein Plus von 27 Prozent. Vor allem Berlin, München und Düsseldorf sind Treiber dieser Entwicklung.

Auch die Immobilienpreise zeigten sich bis Ostern weitgehend unbeeindruckt von den Auswirkungen durch die Corona-Pandemie. Das zeige eine deutschlandweite Auswertung der ImmoScout24-Angebotspreise, die das Portal gemeinsam mit dem Data-Science-Team von Sprengnetter durchgeführt habe. Demnach sei die Preisentwicklung sowohl bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern zum Kauf als auch bei den Mieten größtenteils stabil. Die gesamtdeutschen Durchschnittspreise für Eigentumswohnungen seien auch nach Verhängung der Kontakteinschränkungen bis zum 26. März angestiegen. Auch die Preise für Einfamilienhäuser stiegen insbesondere in Hamburg und Köln weiter an. „Die fundamentalen Kennzahlen des deutschen Immobilienmarkts sind trotz der Corona-Pandemie stabil geblieben. Bislang gab es vor allem in den deutschen Top-10-Metropolen einen immensen Nachfrage-Überhang. Dieser hat ein Stück weit abgenommen. Wir sehen aber nach wie vor eine hohe Nachfrage und genug Kapital im Markt“, erläutert Ralf Weitz, Geschäftsführer von ImmoScout24.

16,6 Prozent der Mieter befürchten Zahlungsschwierigkeiten

Die Deutsche Wohnen nutzt die Corona-Krise, um ein Image als sozialer Vermieter aufzubauen. Schon Mitte März hat das börsennotierte Immobilienunternehmen (mit einem Bestand von 161.200 Wohneinheiten und 2.800 Gewerbeeinheiten) die Einrichtung eines 30-Millionen-Euro-Fonds zur Unterstützung von Mietern angekündigt, die Corona-bedingt in Zahlungsschwierigkeiten geraten könnten. Imagemäßig verstärkt wird dieser Schritt nun durch eine Umfrage unter Deutschlands Mietern, deren Ergebnis nicht überraschend sein dürfte: Mieter sehen die Immobilienunternehmen in der Pflicht, einen umfassenden Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu leisten. Fast zwei Drittel der Teilnehmer (63 %) gaben an, dass sie von ihrem Vermieter eine größere Kulanz bei Mietschulden erwarten.

Bis Ostern lagen allgemein keine validen Zahlen darüber vor, wie viele Mieter tatsächlich Corona-bedingt Einkommensverluste bei ihren Vermietern angezeigt haben. Ein Ergebnis der von der Deutschen Wohnen beauftragten Umfrage lautet: Bundesweit habe jeder sechste Umfrageteilnehmer (16,6 %) die Befürchtung geäußert, im Laufe der Corona-Pandemie seine Miete nicht mehr zahlen zu können. Im Bundesländer-Vergleich treibt diese Sorge die Mieter in Sachsen-Anhalt (22,8 %) sowie in Bayern (19,2 %) am meisten um. In Berlin sind die Mieter mit 15,0 Prozent etwas weniger besorgt als der Bundesdurchschnitt.

Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat pro Einzelfrage jeweils rund 5.000 Teilnehmer online befragt. Die Befragung fand zwischen dem 31. März und dem 7. April 2020 statt.

Endet ein Mietverhältnis und der Mieter zieht aus, entsteht oft im Nachhinein Streit über den Zustand der Wohnung. Stammt die Beschädigung wirklich vom Mieter oder wurde sie erst nach dem Auszug verursacht? Sind noch Schönheitsreparaturen auszuführen? Hat der...

Der Hilfsfonds der Deutsche Wohnen werde sich aus einem geplanten Dividendenverzicht der Aktionäre des Unternehmens speisen: Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens hätten beschlossen, der Hauptversammlung eine auf 90 Cents je Aktie reduzierte Dividende vorzuschlagen. Private und gewerbliche Mieter, die durch die Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind, könnten sich schon jetzt bei der Deutsche Wohnen melden.

Bundesregierung vereinfacht Zugang zum Wohngeld

Die Bundesregierung hat mit einem entsprechenden Erlass den Zugang zum Wohngeld erleichtert. Das Bundesinnenministerium hat diesen Erlass an die zuständigen Bundesländer weitergeleitet.

Demnach können Mieter und Wohnungseigentümer, die in der eigenen Wohnung leben, nun einen formlosen Wohngeldantrag per E-Mail oder Telefon stellen. Für ihre Bedürftigkeit müssen sie künftig weniger Nachweise erbringen, deren Plausibilität wird weniger hart geprüft. Unter anderem soll auf die Prüfung von Vermögen und Wohnungsgröße verzichtet werden, ausgenommen bei Hinweisen auf ein großes Vermögen. Außerdem kann man sich bei finanziellen Engpässen Wohngeldvorschüsse für bis zu drei Monate auszahlen lassen.

Der Erlass wird vom BFW Bundesverband der freien Immobilien- und Wohnungsunternehmen ausdrücklich begrüßt. BFW-Präsident Andreas Ibel: „Das wirtschaftliche Risiko für Corona-bedingte Einkommenausfälle darf nicht allein auf den Schultern der Vermieter abgeladen werden. Jetzt sind die Bundesländer gefragt, die Notverordnung schnellstmöglich umzusetzen.“

Auch der GdW Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen begrüßt den Erlass der Bundesregierung ausdrücklich. GdW-Präsident Axel Gedaschko sagt aber große Probleme bei der praktischen Umsetzung voraus. Es werde sich jetzt rächen, dass in kaum einem Bundesland, mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen, das Wohngeld von den Bürgern bereits online beantragt werden könne. Die gut gemeinte telefonische Antragsmöglichkeit werde in den Kommunen zu viel Mehrarbeit führen. Und das in einer Situation, in der die Antragszahlen wachsen werden.

Das Land Berlin hat auf den Erlass des Bundes unmittelbar reagiert und die Vereinfachung des Wohngeldantrags umgesetzt. Die schnelle Reaktion der zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen wird vom BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen gelobt. Es sei eine wichtige Botschaft an die Bürger, so BBU-Chefin Maren Kern, dass die Sicherungen es Sozialstaates funktionieren. Das Wohngeld sei eine echte Hilfe für Mieter, deren Einkommen als Folge der Pandemie gesunken sind, beispielsweise wegen Kurzarbeit. Es sichere aber auch die Liquidität der Wohnungsunternehmen, und damit Aufträge und Arbeitsplätze für Bau und Handwerk in Berlin. Nach den jüngsten Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg bezogen 2018 in Berlin 22.800 Haushalte Wohngeld. Die durchschnittliche Höhe beim Wohngeld lag bei 144 Euro pro Haushalt.

VIVAWEST organisiert Apothekendienst

Senioren und Risikogruppen bietet das Wohnungsunternehmen VIVAWEST in ausgewählten Quartieren einmal wöchentlich einen Apothekendienst an.

Wie das Unternehmen mitteilt, übernehmen Quartiermeister den Gang zur Apotheke, um hilfsbedürftigen Mietern notwendige Medikamente zu besorgen. Zu diesem Zweck habe VIVAWEST spezielle Briefkästen eingerichtet, in die die Rezepte sowie der Hinweis auf den Absender eingeworfen werden können. Die Leerung erfolge immer mittwochs um 11 Uhr. Die Quartiersmeister bemühten sich, die Medikamente noch am selben Tag auszuliefern. Die zusätzlichen Kosten würden nicht auf die Mieter umgelegt, sondern vollständig von VIVAWEST getragen.

Damit VIVAWEST-Mieter sich in Zeiten von strengen Ausgangsbeschränkungen in ihrem Wohnumfeld wohlfühlen und einen schönen Ausblick genießen können, sorgen die Quartiersmeister darüber hinaus aktuell auch dafür, dass die Außenanlagen auf Kosten von VIVAWEST mit frischen Pflanzen jahreszeitlich und optisch ansprechend gestaltet werden.(Red.)

Redaktion (allg.)

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Artikel Wie das Virus eine Branche infiziert
Seite 7 bis 9
5.5.2020
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Bis zu 20 Prozent der Wohnungsmieten könnten als Folge der Corona-Krise ausfallen, befürchten wohnungswirtschaftliche Verbände. Doch vorläufige Angaben von Wohnungsunternehmen lassen vermuten, dass es...
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