Zwei Projektbeispiele
Praxisbeispiel 1: Frankfurt-Riedberg
In Frankfurt-Riedberg entstand bis 2020 eine neue Wohnsiedlung mit 6.000 Wohneinheiten für 15.000 Bewohner. Ein Teil davon, 137 Wohnungen, wurde mit einer kontrollierten Wohnungslüftung ausgestattet, die sich auf insgesamt fünf Gebäude mit 9.590 Quadratmetern Wohnfläche verteilen. Bauherr BIEN-RIES hat auf eine dezentrale Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung gesetzt. Zum Einsatz kamen 419 Raumlüfter mit Wärmerückgewinnung von tecalor. Sie haben einen Wärmebereitstellungsgrad von bis zu 89 Prozent. Möglich wurde dies durch den Dämmstandard von KfW 70.
Praxisbeispiel 2: Siedlung in Soest
Auf einer 4.000 Quadratmeter große Fläche entstanden im Süden von Soest insgesamt vier Mehrfamilienhäuser. Alle Häuser werden über Wärmepumpen mit Wärme versorgt. In einem davon wurden die insgesamt neun Wohnungen zusätzlich mit einer kontrollierten Wohnungslüftungsanlage ausgestattet. Zudem sorgt eine Photovoltaik-Anlage für die teilweise Stromversorgung. Der Clou: Das eingesetzte Stiebel-Eltron-Lüftungsgerät mit integrierter Wärmepumpe, das LWA 100, nutzt die Energie aus der verbrauchten Luft, um das Warmwasser aufzubereiten. Diese Lösung ist so effizient, dass sich eine Wärmeablesung nicht lohnt. Sie hätte rund 2.000 Euro gekostet und somit über den eigentlichen Jahresheizkosten für das gesamte Haus gelegen. Die Vermietung erfolgt als komplette Warmmiete.
Haupttext: Wärmerückgewinnung in der Wohnungslüftung -Abwärmenutzung sollte ein Muss sein, aus IVV 03/21.
Redaktion (allg.)
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