Bodenbelag-Austausch durch die Vermieterin

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Bild: fabstyle/stock.adobe.com
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Wenn der abgenutzte Bodenbelag in einer Mietwohnung ausgetauscht werden soll, dann kann sich der Eigentümer nicht ohne Weiteres für ein anderes als das bisher verwendete Material entscheiden. Er muss Rücksprache mit den Mietern halten. Der Teppichboden einer vermieteten Wohnung – in Flur, Schlaf-, Wohn- und Kinderzimmer – war bereits über 17 Jahre alt und nicht mehr besonders ansehnlich. Er musste allmählich ersetzt werden. Darüber waren sich beide Parteien einig. Allerdings gab es Meinungsunterschiede in der Frage, wie denn der neue Bodenbelag beschaffen sein sollte. Der Eigentümer hätte einen Laminatboden bevorzugt, die Mieterin bestand erneut auf einem Teppichboden. Weil sich die Beteiligten nicht einigen konnten, mussten sich zwei Gerichtsinstanzen damit befassen. Eine Kammer des Landgerichts Stuttgart schlug sich auf die Seite der Mieterin. Bei der Beseitigung von Mängeln sei der Vermieter verpflichtet, möglichst den ursprünglichen Zustand der Mietsache wiederherzustellen. Der Wechsel von Teppich zu Laminat stelle „eine wesentliche Abweichung vom bisherigen Zustand“ dar, hieß es in der Urteilsbegründung. Das subjektive Wohngefühl verändere sich dadurch, weswegen die Mieterin ein berechtigtes Interesse an dieser Frage habe und in die Entscheidung einbezogen werden müsse.

LG Stuttgart

Nach der letzten Europarechtsreform hat auch das Widerrufsrecht des Mieters mehr an Bedeutung gewonnen, beispielsweise bei dem Abschluss eines Mietvertrages über eine zuvor nicht besichtigte Wohnung. Wird der Mieter in den einschlägigen Fällen nicht oder nicht...

Urteil vom 01. 07. 2015

Az.: 13 S 154/14

Redaktion (allg.)

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Artikel Bodenbelag-Austausch durch die Vermieterin
Seite 40
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