Fußball-WM 2014: Tipps vom IVD

Wenn ab morgen der WM-Fußball in Brasilien rollt und ganz Fußball-Deutschland gebannt vor dem Fernseher sitzt, geht es dabei oft, für viele selbstverständlich, etwas lauter zu.

Die Fußball-WM 2014 liegt für die "jubelnden" Fans zeitlich oft ungünstig. Foto: Rainer Sturm/pixelio
Die Fußball-WM 2014 liegt für die "jubelnden" Fans zeitlich oft ungünstig. Foto: Rainer Sturm/pixelio

Unter den Fans ist das gemeinsame Verfolgen der Spiele mittlerweile zum Volkssport geworden: Freunde, Verwandte und Arbeitskollegen treffen sich zum gemeinsamen Anfeuern der Mannschaften.

Die WM 2014 birgt dabei besonderes Potenzial für Störungen der Nachtruhe: 18 der 64 Begegnungen zwischen dem 12. Juni und dem 13. Juli werden um 17.00 Uhr brasilianischer Ortszeit und damit um 22.00 Uhr deutscher Zeit angepfiffen.

Elf Spiele beginnen erst um Mitternacht oder später. „Die großen Public-Viewing-Veranstaltungen fallen für die späten Spiele weg. Deshalb gehen wir gehen davon aus, dass es zu dieser Weltmeisterschaft mehr Partys in privaten Räumen geben wird als sonst üblich. Und die bergen natürlich Potenzial für Streitigkeiten unter Nachbarn“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident Immobilienverbands IVD.

„Viele Kneipen und Bars in Deutschland erhalten von den Behörden keine Genehmigung für Freiluftübertragungen von Spielen, die erst um 22.00 Uhr oder später beginnen. Deshalb werden viele Fußball-Fans lieber zu Hause mit Freunden feiern“, erklärt Schick.

Er empfiehlt: „Fußball-Fans sollten bei Privatpartys auch während der Weltmeisterschaft Rücksicht auf die Nachbarn nehmen.“

Die gesetzlich vorgegeben Ruhezeiten gelten uneingeschränkt. Das bedeute konkret: Zwischen 22.00 und 7.00 Uhr herrscht Nachtruhe, lauter Torjubel auf dem Balkon und bei geöffnetem Fenster sind zu vermeiden.

„Wer sich daran nicht hält, dem droht ein Bußgeld“, sagt Schick.

Grundsätzlich gilt für WM-Partys: Wer vorher mit den Nachbarn spricht, kann auf mehr Verständnis für den Torjubel auch zu später Stunde hoffen. Ein Aushang im Treppenhaus ist ebenfalls hilfreich. „Laute Musik nach dem Spiel könnte die Geduld der Nachbarn überstrapazieren, besonders an Werktagen. Gleiches gilt für Trillerpfeifen und Hupen“, macht Schick deutlich. „Wer nach den Spielen weiterfeiern möchte, geht besser in eine Kneipe. Die Wirte freuen sich über die zusätzlichen Einnahmen während der WM, die ihnen sonst durch das Verbot der Freiluftübertragungen verloren gingen.“

Bei der Party-Dekoration der Wohnung können Mieter ihrer Fanliebe allerdings freien Lauf lassen: Fahnen und Plakate können durch die Hausordnung nur verboten werden, wenn sie politischen Inhalt oder eine verhetzende Meinungsäußerung enthalten. Auch am Balkon sind Fahnen und Plakate erlaubt. „Wer bei der Montage eine Halterung anbringt oder anderweitig die Bausubstanz des Hauses nachhaltig verändert, sollte vorher seinen Vermieter fragen. In diesem Fall handelt es sich nicht mehr nur um Dekoration“, rät Schick. (Quelle: IVD)

Die Fußball-WM 2014 liegt für die "jubelnden" Fans zeitlich oft ungünstig. Foto: Rainer Sturm/pixelio

 

 

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