Glasfaser-Ausbau abgeschlossen

Aus den rund 8.000 Vorwahlbereichen bundesweit hat die Telekom zehn Städte ausgewählt. Ausschlaggebend für die Wahl waren unter anderem das wirtschaftliche Potenzial des Ausbaugebiets, die Gebäudestruktur und die Kooperationsbereitschaft von Gemeinde und örtlicher Wohnungswirtschaft.

Grafik: Deutsche Telekom
Grafik: Deutsche Telekom
Damit ist Hennigsdorf eine der zwei ersten Städte in Brandenburg und eine der ersten zehn in ganz Deutschland, die mit der hochwertigen Glasfaser-Infrastruktur versorgt werden. In Hennigsdorf können rund 5.800 Haushalte in 550 Gebäuden von der modernen Technik profitieren. Für die Verlegung des hochmodernen Glasfasernetzes waren in Hennigsdorf aufwändige Bau- und Schaltarbeiten notwendig: Die Telekom hat rund 130 km Glasfaserkabel verlegt und 16 neue Netzverteiler aufgebaut. Wo möglich wurden die Glasfaserkabel durch Leerrohre geführt. Außerdem wurde das Glasfasernetz montiert und zusätzliche Technik installiert. Der Ausbau wurde pünktlich zur Jahresmitte abgeschlossen. Die Kosten in Millionenhöhe übernimmt die Deutsche Telekom.
„Das Pilotprojekt in Hennigsdorf hat uns wichtige Erkenntnisse für den weiteren Glasfaser-Ausbau in Deutschland geliefert“, sagt Dr. Rüdiger Caspari, Leiter der Niederlassung Netzproduktion der Telekom Deutschland GmbH. „Die Telekom hat in Hennigsdorf in die Zukunft investiert – die Hennigsdorfer können sich damit schon heute ihren Zugang zum Informationsnetz von morgen sichern.“
„Wir freuen uns, dass die Telekom Hennigsdorf für ihr Pilotprojekt ausgewählt hatte. Das bedeutet für Bürger und Unternehmen unserer Stadt den bestmöglichen Zugang zum Internet und unterstreicht die Bedeutung als Wohn- und Wirtschaftsstandort“, sagt Bürgermeister Andreas Schulz. „Die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und örtlichen Wohnungsunternehmen war entscheidend, um die Telekom für den Infrastrukturausbau in unserer Stadt zu gewinnen“, erläutert Andreas Schulz.

Kundentests starten in 2012

Die neue Technik wird die Telekom mit Hennigsdorfer Kunden testen. Ausgewählte Haushalte werden ab Frühjahr 2012 den Glasfaser-Anschluss ausprobieren können. Der Anbieter will damit vor der Einführung von drei neuen Tarifen zum Surfen, Telefonieren und Fernsehen über Glasfaser ab Mitte 2012, weitere Erkenntnisse aus dem realen Betrieb gewinnen.

Mit Glasfaser den Wert der eigenen Immobilie steigern

Das Datenvolumen pro Internetanschluss hat in Deutschland allein in 2010 um 10 % zugelegt. Eine Entwicklung, die sich in den nächsten Jahren noch beschleunigen wird. Glasfasern transportieren Daten in Lichtgeschwindigkeit: Die Internetanschlüsse werden mit ihnen um ein Vielfaches leistungsfähiger. Vor allem wenn die Glasfaserkabel bis in die Wohnungen hinein verlegt werden. Außerdem sind Glasfasern im Vergleich zu Kupferkabeln leichter, dünner, resistenter gegen Störungen, und sie altern nicht. Eine Wohnung oder Immobilie, die mit Glasfaser angebunden ist, ist also für die Zukunft bestens gerüstet. Sie lässt sich einfacher vermieten oder verkaufen und benötigt auf absehbare Zeit hinsichtlich Telekommunikations-Anbindung keine Nachbesserungen.

Hintergrund: Datenübertragung in Lichtgeschwindigkeit

Bisher wurden die Telefonsignale auf dem letzten Stück zwischen dem Telekom-Verteilerkasten auf der Straße und dem Wohnungsanschluss auf einer Kupfer-Leitung übertragen. Im Kupferkabel nimmt die Übertragungsgeschwindigkeit aber Meter für Meter ab. In Zukunft werden Fotos, Videos und Musik den Weg in die Wohnungen ungebremst auf einer neu verlegten Glasfaser-Leitung zurücklegen. Der Vorteil: Beim Senden und Empfangen kann dann ein Tempo von bis zu 200 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Das Verfahren wird als „Fibre to the Home“ (FTTH) bezeichnet – auf Deutsch: „Glasfaser bis nach Hause“.

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