Fassadensanierung

Haus der Statistik wird wiederbelebt

Das Haus der Statistik in Berlin-Mitte steht seit 2008 leer. Nun soll es saniert werden, mitsamt der Fassade. Für die hat die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) einen Fassadenwettbewerb initiiert, dessen Gewinner nun gekürt wurde. Geplant sind eine behutsame und zeitgemäße Rekonstruktion der Original-Fassade sowie ein begrünter Neubau. Der besondere Charme des Baus soll erhalten bleiben.

So soll das Haus der Statistik, dann das "Haus der ZUsammenKUNFT", mal aussehen. BILD: de+ architekten GmbH
So soll das Haus der Statistik, dann das "Haus der ZUsammenKUNFT", mal aussehen. BILD: de+ architekten GmbH

Wiederherstellung der Fassade

Die Fassade des Hauses der Statistik in der Otto-Braun-Straße in Mitte weist gravierende Schäden auf. Die BIM ist verantwortlich für die Herrichtung und Sanierung des Gebäudes und hatte im Februar einen offenen Wettbewerb initiiert, um am Ende das beste Konzept für Sanierung und Gestaltung der Fassade zu küren. Dabei wurden auch Ergänzungsmöglichkeiten der Bestandsgebäude erörtert. Die Wettbewerbsjury entschied sich für einen Entwurf des Berliner Architekturbüros de+ architekten, der eine moderne Wiederherstellung der Fassade vorsieht.

Dachflächen erhalten Begrünung

In dem Entwurf ist die Fassade farblich fast komplett in Weiß gehalten. Die Brüstungselemente werden aus Carbonbeton, Dämmkern und konstruktivem Leichtbeton konzipiert und auf die Bestandsdecken montiert. Zudem soll ein neuer Baukörper entlang der Otto-Braun-Straße mit einem öffentlichen Dachgarten sowie einer Grünfassade eine von Pflanzen bestimmte Umgebung für die Stadtgesellschaft zum Erholen, Treffen und Kommunizieren kreieren. Auch die Dachflächen des Bestandsgebäudes werden soweit möglich eine extensive Begrünung erhalten. Der Neubau und das Bestandsgebäude im Erdgeschoss werden mit einer großen und leicht zugänglichen Begegnungsszone für Berliner und Stadtbesucher verknüpft.

Realisierung des Konzeptes in zwei Bauabschnitten

Zuerst wird die Fassade wiederhergestellt, zu einem späteren Zeitpunkt sollen die baulichen Maßnahmen der städtebaulichen Arrondierung des Straßenraums an der Otto-Braun-Straße umgesetzt werden. Die Realisierung von Ergänzungsbauten steht jedoch unter dem Vorbehalt der bisher noch nicht erfolgten und damit noch sicher zu stellenden Finanzierung, der zeitlichen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit sowie der baurechtlichen Genehmigung. Nach derzeitigem Stand ist der Rückbau der Fassade sowie die anschließende Errichtung der neuen Fassade ab Anfang 2022 geplant. Mitte 2023 soll die neue Fassade fertig sein.

Die Wettbewerbsjury setzte sich u. a. aus Vertretern der BIM, der WBM, der Initiative Zusammenkunft Berlin, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie des Bezirksamtes Mitte zusammen. Die Jury erhielt insgesamt 81 Entwürfe, die vom 20. bis zum 26. August 2018 täglich zwischen 10.00 Uhr und 20.00 Uhr im ehemaligen Fahrrad Flöckner in der Otto-Braun-Straße 72 am Haus der Statistik besichtigt werden können.

Das Gebäude entstand von 1968 bis 1970 als dreiteiliger sowie neun- bis zwölfgeschossiger Stahlskelettbau. Gebaut worden war es für die Zentralverwaltung für Statistik der DDR. Es wurde jedoch gemischt genutzt. Außerdem gehörte es zu einem Gebäudekomplex, der aus sieben mehrgeschossigen Bauteilen und Flachbauten bestand.

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Weiterführende Links:
www.bim-berlin.de
https://c4c-berlin.de/projekte/haus-der-statistik/

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