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Smart Bauen mit Plug and Play

Der Entwickler Arcadis gestaltet Zukunft hinterm Deich. Im ostfriesischen Emden entsteht der Gewerbecampus THE HUB, der sich durch flexible Lösungen für Investoren und Mieter auszeichnet.
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Die Stadt Emden versteht sich bei der Ansiedlung als Dienstleister und bietet Investoren flexible Flächen und Hallen nach dem Baukasten-System an. Bild: Arcadis Germany GmbH
Die Stadt Emden versteht sich bei der Ansiedlung als Dienstleister und bietet Investoren flexible Flächen und Hallen nach dem Baukasten-System an. Bild: Arcadis Germany GmbH

Bei den Wirtschaftsförderern der Zukunft Emden GmbH gibt es in Zeiten von Corona keinen Stillstand. Im Gegenteil. Direkt angrenzend an den Zuliefererpark Frisia entsteht „THE HUB“, ein hochmoderner Industrie- und Gewerbecampus, mit dem die Seehafenstadt die wirtschaftliche Entwicklung in Ostfriesland vorantreiben will. Karsten Peleikis, Projektleiter beim strategischen Partner Arcadis lobt die Stadt für deren ungewöhnliches Engagement. „Ohne die Zukunft Emden hätte es den Campus nicht gegeben.“ Peleikis ist optimistisch, dass sich der für eine Kommune ungewöhnliche Einsatz für die Region auszahlen wird. So punktet der Standort nicht nur mit relativ niedrigen Lebenshaltungskosten und einer guten verkehrstechnischen Anbindung.

„Planungsleistungen und langwierige Baugenehmigungsverfahren fallen so gut wie weg. Die Stadt versteht sich auch bei der Ansiedlung als Dienstleister und bietet Investoren flexible Flächen und Hallen nach dem Baukasten-System an. Ankommen und loslegen, Plug und Play ist die Devise“, so Peleikis. „Und wenn das Unternehmen expandieren will, ist das auch kein Problem. Fläche ist genug da.“

„Gemeinsam gestalten“ ist das Leitthema des innovativen Gewerbeparks. Um sich fit für die Zukunft zu machen und sich als Modellregion für E-Mobilität zu positionieren, nimmt die Stadt ordentlich Geld in die Hand. Fünf Millionen Euro hat Emden bereits investiert, im kommenden Jahr wollen die Emder weitere 5,6 Millionen Euro in den Neubau einer Innovation Factory investieren. „The HUB Emden soll Knotenpunkt für den Wirtschaftsstandort sein und gleichzeitig Kräfte bündeln, um regional und überregional Entwicklungen voranzutreiben. Im Mittelpunkt des Kompetenzzentrums stehen die Themen Digitale Transformation, Energie, Logistik, Mobilität und Automotive (D.E.L.M.A)“, so Bernd Bureck, Geschäftsführer von Zukunft Emden. „Unsere Idee war es, Unternehmen zusammenzubringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, gemeinsam etwas zu gestalten.“

Das Konzept kommt an. Nach Angaben von Bureck gibt es bereits eine Reihe von Anfragen von Unternehmen für eine Ansiedlung im Zuliefererbereich. Weitere laufende Projekte sind die Innovation Factory im Industrie- und Gewerbecampus, der Start-up-Port Emden für Start-ups aus den Bereichen Logistik und Maritime Wirtschaft sowie in Zusammenarbeit mit der Automotive Agentur Niedersachsen der Aufbau eines Kompetenzzentrums Leichtbau. „Dieser Schritt ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Standortentwicklung Emdens und für die neue Ausrichtung“, so Bureck. Dass Amazon sich gerade mit einem neuen Verteilzentrum in Emden niederlässt, dürfte ein weiterer Hinweis darauf sein, dass die Emder mit ihrer Wirtschaftsstrategie richtigliegen.

Das Modell Emden ähnelt nach Worten von Arcadis-Projektleiter Peleikis dem mittlerweile bundesweit angesehenen EUREF-Quartier in Berlin. Dort haben sich innerhalb weniger Jahre alteingesessene Energieunternehmen neben zahlreichen innovativen Start-ups angesiedelt. Peleikis weist darauf hin, dass die Emder sogar noch einen Schritt weiter gehen. „Alles ist im Fluss. Die Unternehmen haben hier die Möglichkeit, selber die DNA eines gemeinsam zu gestaltenden Campus zu entwickeln. Falk Schollenberger, Abteilungsleiter bei Arcadis, nennt ein weiteres Argument, das Emden anderen Standorten voraushat: Es gibt Fläche ohne Ende, ein schnell expandierendes Unternehmen wird kein Problem haben, sich zu vergrößern. Hinzu kommt, dass das Bauland vergleichsweise günstig ist.

Projektleiter Peleikis sieht auch mit Blick auf den Kampf um die besten Köpfe auf dem Arbeitsmarkt die Strategie der Emder als Pluspunkt: „Flexibel zu sein, ist für ein Unternehmen die wichtigste Voraussetzung, in Zeiten des Strukturwandels langfristig erfolgreich zu sein“, so Peleikis. Vor diesem Hintergrund biete THE HUB Emden ein inspirierendes Umfeld und attraktive Möglichkeiten für beschleunigtes Wachstum. Dabei gibt es für den Campus drei Schwerpunkte:

1. Wirtschaft und Beschleunigung,

2. Innovation und Nachhaltigkeit,

3. Interaktion und Vernetzung.

Arcadis begleitet das Projekt unter anderem darin, die Räume für die vernetzte, vitale Kommunikation zu schaffen. Die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie Unterstützung von Gründern und Start-ups durch ein offenes, vitales Klima stehen dabei im Fokus.

THE HUB Emden hat Energie, Logistik und Automotive im Fokus

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Artikel Smart Bauen mit Plug and Play
Seite 18 bis 19
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