Spatenstich

Lidl-Metropolfiliale – Wohnen überm Discounter

19.03.2018

Die Main-Metropole Frankfurt bekommt seine erste Lidl-Filiale mit Wohnungen über einem Discounter. Damit schließt nun auch Lidl zu jenen Supermarkt- und Discounter-Ketten auf, die ihre Geschäfte mit Wohnraum verdichten.

Lidl baut Mietwohnungen. Visualisierung des Projekt Frankfurt a.M., Mainzer Landstraße. BILD: LIDLLidl)

Den ersten Spatenstich für die neue Metropolfiliale der Discounter-Kette Lidl führten der Frankfurter Oberbürgermeister mit Lidl- und Bauamtsvertretern sowie dem Vorstand und stellvertretendem Geschäftsführer der Standortinitiative Neues Niederrad durch. Mit dem Spatenstich im Lyoner Quartier in Frankfurt am Main fiel der Startschuss für den ersten Bau dieser Art in Deutschland. Es ist das zweite Vorzeigeprojekt für nachhaltige Standortentwicklung. In der Mainzer Straße in Frankfurt Gallus soll ebenfalls eine Lidl-Filiale mit 110 Wohnungen entstehen.

Unterschiedliche Standortbedingungen, flexible Lösungen

„Die beiden Frankfurter Projekte im Lyoner Quartier und im Gallus zeigen unsere hohe Flexibilität beim Filialbau", so Alexander Thurn, Geschäftsleiter Immobilien bei Lidl Deutschland. „Auf der einen Seite haben wir mit der Metropolfiliale eine Blaupause dafür, wie wir uns Einzelhandel in dicht besiedelten innerstädtischen Gebieten vorstellen. Auf der anderen Seite planen wir ein individuell für diesen Standort entwickeltes Konzept mit Wohnbebauung."

Vor allem Flexibilität in Sachen Standortbedingungen spielen eine große Rolle. „Auch die Metropolfiliale ist deshalb kein starres Konzept. Sie lässt sich an die unterschiedlichen Standortanforderungen anpassen", erklärt Dirk Brunner, Immobilienleiter der Lidl-Regionalgesellschaft Alzenau und Verantwortlicher für das Bauprojekt im Lyoner Quartier, das neue Konzept.

Nachhaltige Lösungen

Die Bauprojekte werden mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet, die CO2-neutralen Strom aus Sonnenergie erzeugen. Besitzer von Elektroautos oder Elektrofahrrädern laden während des Einkaufens ihre Fahrzeuge an der Schnellladestation. Eine geplante Dachbegrünung filtert Schadstoffe aus der Luft und unterstützt die Wasserrückhaltung. Für Mitarbeiter der Lidl-Filialen baut das Unternehmen Mitarbeiter- und Sozialräume. Die Anlieferung von Waren erfolgt innerhalb des Gebäudes über eine Rampe im ersten Stock.

Knapper Wohnraum und dicht besiedelte Ballungsgebiete mit wenig freier Baufläche zwingen die Städte zu neuen Lösungen, um städtischen Wohnraum zu schaffen. Das Konzept der Wohnungen direkt überm Supermarkt oder Discounter ist nicht neu, denn Konkurrent ALDI plant bereits die Verdichtung seiner Ketten in der bundesdeutschen Hauptstadt Berlin und will so 2.000 neue Wohnungen schaffen. Auch die Supermarkt-Kette Rewe  beabsichtigt über zwei neuen Märkten im Berliner Prenzlauer Berg Wohnungen zu bauen.

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