Wo am meisten Wohnungen entstehen

Urbane Räume werden weiter verdichtet

Die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen ist im ersten Halbjahr 2025 laut Statistischem Bundesamt leicht um 2,9 Prozent gestiegen. Die aktuelle GeoMap-Analyse zeigt: Im August 2025 sind bundesweit rund 10.900 aktive Bauvorhaben erfasst. Die meisten Bauaktivitäten laufen in den Großstädten.

Insgesamt sind zum Stichtag 19. August 2025 bundesweit 33.785 aktuelle und historische Bauprojekte in GeoMap erfasst, davon 10.918 aktive Projekte. Grafik: Real Estate Pilot AG
Insgesamt sind zum Stichtag 19. August 2025 bundesweit 33.785 aktuelle und historische Bauprojekte in GeoMap erfasst, davon 10.918 aktive Projekte. Grafik: Real Estate Pilot AG

Unangefochten an der Spitze liege Berlin mit insgesamt 2.583 Bauprojekten. Davon seien aktuell 631 Vorhaben aktiv, 217 sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Laut GeoMap dürften im laufenden Jahr in der Hauptstadt etwa 20.000 neue Wohneinheiten fertiggestellt werden. Dahinter folge München mit 1.906 Projekten (438 aktiv, 189 Fertigstellungen bis 2025). Hamburg belege mit 1.565 Projekten (427 aktiv, 153 Bauende bis 2025) Rang drei. Damit bleiben die drei größten Metropolen das Zentrum der Bautätigkeit in Deutschland.

Leipzig ist wichtigster Wachstumsmarkt in Ostdeutschland

Leipzig zeige sich jedoch zunehmend als dynamischer Standort: Die Messestadt verzeichnet 1.196 Bauprojekte, davon 274 aktiv und 75 mit Fertigstellung bis 2025. Damit ziehe Leipzig an Frankfurt vorbei und etabliere sich als wichtigster Wachstumsmarkt im Osten Deutschlands – wenn auch mit deutlichem Abstand zu Berlin.

Frankfurt am Main komme aktuell auf 681 Projekte (159 aktiv, 72 Fertigstellungen bis 2025). Die beiden Rheinmetropolen bewegen sich auf ähnlichem Niveau: Köln zähle 618 Projekte (166 aktiv, 50 Bauende bis 2025), während Düsseldorf mit 537 Projekten zwar etwas darunter liegt, dafür aber mit 187 aktiven Vorhaben einen vergleichsweise hohen Anteil laufender Baustellen vorweisen kann.

Stuttgart bilde mit 470 Projekten (121 aktiv, 45 Bauende bis 2025) das Schlusslicht, zeige aber dennoch eine stabile Bautätigkeit.

Zahlen auf historisch niedrigem Niveau

Die Zahl der Baugenehmigungen liege weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau – etwa vergleichbar mit dem Jahr 2012 und deutlich unter den Höchstständen der Jahre 2016 bis 2021.

Auffällig ist zudem die Struktur: Während mehr Einfamilienhäuser genehmigt werden, stagniert der Bau von Mehrfamilienhäusern – und damit genau das Segment, das für die dringend benötigten Mietwohnungen in den Städten entscheidend wäre.

Die Quelle der Daten

Die Auswertung basiert auf den Daten der Online-Datenbank GeoMap der Real Estate Pilot AG. Berücksichtigt wurden Bauprojekte in den deutschen Metropolen, die sich in den Phasen Planung, Bau, Sanierung oder Umnutzung befinden. GeoMap ist eine Online-Datenbank für die professionelle Recherche am Immobilienmarkt mit über 50.000 Registrierungen.

Redaktion (allg.)

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