Frankfurter Siemens-Areal

Nassauische Heimstätte realisiert erste horizontal gemischte Hybridschule Deutschlands

18.03.2019

Das Schönhof-Viertel in Frankfurt Bockenheim soll ein lebendiges Wohnquartier werden. Hier realisieren die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt und der Wohnentwickler Instone Real Estate das Projekt auf dem ehemaligen Siemens-Areal und weiteren gekauften Grundstücken im Frankfurter Stadtteil Bockenheim.

Schule, Sporthalle, Wohnungen: Ackermann + Raff aus Stuttgart realisieren für die Nassauische Heimstätte die erste horizontale Hybridschule Deutschlands. Visualisierung: Ackermann + Raff

Geförderte Wohnungen mit hohem energetischen Standard

Die Nassauische Heimstätte bebaut das südlich des zentralen Platzes gelegene Areal und betritt dabei Neuland. Hessens größtes Wohnungsunternehmen realisiert hier mit der Stadt Frankfurt die erste horizontal gemischte Hybridschule Deutschlands. Das bedeutet: In den beiden unteren Geschossen entstehen eine Grundschule samt Sporthalle, in den Geschossen darüber Wohnungen.

Man betritt hier Neuland, um zwei Bedarfe an Wohnungen und Schulen miteinander zu kombinieren. Der Entwurf des Stuttgarter Architektenbüros Ackermann + Raff ist von Schulbauten in Holland und Skandinavien inspiriert, greift die Blockrandstruktur auf und „stapelt“ die Funktionsbereiche um einen zentralen Innenhof herum. Freibleibende Volumina dienen als interne Freibereiche sowie als Schnittstellen zum öffentlichen Raum. Sämtliche Wohnungen, die in diesem Baufeld entstehen, werden öffentlich gefördert und sollen einen möglichst hohen energetischen Standard erreichen.

Kita, Arztpraxen, Supermärkte: Instone realisiert Nahversorgung

Instone wird in dem nördlich des zentralen Platzes gelegenen Gebäude die Nahversorgung des neuen Quartiers realisieren: zwei Supermärkte, mehrere Einzelhandelsgeschäfte und eine zum Quartiersplatz hin ausgerichtete Gastronomie. Im ersten Obergeschoss liegen Arztpraxen oder Büros sowie eine Kindertagesstätte im Innenbereich. Die restlichen Flächen und alle übrigen Obergeschosse bleiben dem Wohnen vorbehalten. Diese Nutzungsmischung soll dazu beitragen, den Verkehr im Stadtteil weitgehend auf Fahrrad und Fußgänger zu reduzieren.

Die Architekten Menges Scheffler orientieren sich in ihrem Entwurf an der Blockrandbebauung als Grundgerüst für eine hybride Gebäudenutzung. Mit der gestaffelten Höhenentwicklung reagieren sie dabei auf die angedachte umliegende Bebauung, der Wohnungsbau mit seinen unterschiedlichen Gebäudetiefen profiliert und gliedert die Baukörper zusätzlich. Die gemischte Nutzung wiederum spiegelt sich in der heterogenen Gebäudestruktur wider.

Das Schönhof-Viertel entsteht dort, wo jahrelang Verwaltungsgebäude, Produktionshallen, Brachen und Parkplätze die Optik bestimmten. Die ersten Bauanträge werden 2019 eingereicht, 2024 soll das Schönhof-Viertel fertig sein.

Suchbegriffe: Hybridbauweisehybride Gebäudenutzung

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