Wohnungen für München

Ein nachhaltiges Stadtquartier auf der Höhe der Zeit

Auf einem rund 12 Hektar großen Areal in München-Untermenzing entstehen 1.500 Wohnungen, ein Landschaftspark, eine Grundschule sowie Kitas und ein Quartiersplatz. Die Energieversorgung soll klimaneutral erfolgen, ein Mobilitätskonzept wurde mitgedacht, Bürger wurden beteiligt. Ein "Vorzeigeprojekt" des Entwicklers Eckpfeiler.

Gesamtareal des zukünftigen Quartiers Kirschgärten in München. Bild: ECKPFEILER Immobilien Gruppe/ HH Vision
Gesamtareal des zukünftigen Quartiers Kirschgärten in München. Bild: ECKPFEILER Immobilien Gruppe/ HH Vision

Das Quartier heißt Kirschgärten und soll nach Fertigstellung etwa 3.000 Menschen Platz zum Wohnen bieten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf bezahlbarem Wohnraum: 40 Prozent der Geschossflächen sind dem geförderten Wohnungsbau gewidmet, wobei die ersten 226 Wohnungen zu mehr als 90 Prozent in diesem Segment entstehen.

Viel Wohnraum auf ehemaligem Gewerbeareal

Hier wird ein ehemals vollständig versiegeltes Gewerbeareal in Untermenzing in ein zukunftsweisendes und grünes Quartier verwandelt. Die Gebäude des ersten Bauabschnitts werden in Holzhybrid-Bauweise errichtet, was eine CO₂-Ersparnis von etwa 40 Prozent gegenüber konventioneller Bauweise ermöglicht. Die Energieversorgung erfolgt komplett klimaneutral: Ein Grundwasserwärmenetz in Kooperation mit den Stadtwerken München (SWM), dezentrale Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen auf mehr als der Hälfte der Dachflächen sorgen dafür, dass bis zu 95 Prozent des Energiebedarfs im Quartier selbst erzeugt werden.

Neben einem Landschaftspark und begrünten Innenhöfen entstehen Retentionsdächer und Sickermulden, die das Schwammstadtprinzip konsequent umsetzen. Regenwasser wird nach Möglichkeit auf den Dächern gespeichert und versickert ansonsten vollständig auf dem Grundstück. So ist das Quartier auf Starkregenereignisse vorbereitet und verbessert kontinuierlich das Mikroklima.

Materialien aus dem Abbruch der Bestandsgebäude werden vor Ort wiederverwendet und recycelt, um Emissionen und den Bedarf an neuen Ressourcen zu reduzieren.

Die Kirschgärten wurden von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit der Platin-Vorzertifikat als „nachhaltigstes Stadtquartier Deutschlands“ ausgezeichnet. Dabei erreichten sie mit rund 90 Prozent den höchsten jemals vergebenen Wert für ein Quartier-Zertifikat, mit Bestwerten für die Mobilitätsinfrastruktur (100%), sozialer Infrastruktur (110%) und Stadtklima (120%).

Ein Zuhause für alle Generationen

Eine durchdachte soziale Mischung des Quartiers soll ein gutes Miteinander aller Generationen fördern. Die verantwortliche Architektin hatte bei der Planung die Fragestellungen der nachhaltigen Quarataiersentwicklung bereits mitgedacht: "Wie wollen wir leben – gemeinsam, nachhaltig und mit Rücksicht auf die Umwelt, die wir gestalten. Die Kirschgärten sind eine Antwort darauf: Architektur öffnet sich hier dem Leben – zwischen öffentlichem Park, durchlässigen Höfen und privaten Rückzugsorten.“ 

Geplant sind eine dreizügige Grundschule mit Sporthalle und Freisportanlage sowie vier Kindertagesstätten. Ein Quartiersplatz mit Café und Nahversorgung sowie ein Nachbarschaftstreff, Co-Working-Angebote und große Spielplätze.

Konzept der kurzen Wege

An drei im Quartier verteilten Mobilitätsstationen finden die künftigen Bewohner Car-Sharing-, Bike- und Lastenrad-Angebote. Eine neue MVG-Bushaltestelle in den Kirschgärten und ein neu ausgebauter Radweg entlang der Bahnlinie verbessern den ÖPNV und die Anbindung erheblich. Die Einkaufsmöglichkeiten im direkten Umfeld sowie Schule und Kinderbetreuung vor Ort machen viele Autofahrten überflüssig. 

Eckpfeiler wird beim Projekt „Kirschgärten“ in Teilen als langfristiger Bestandshalter und Vermieter der Wohnungen auftreten. 

Speziell für dieses Quartier: Klima- und Biodiversitätsleitfaden

Eigens für die Kirschgärten hat ein Landschaftarchitekturbüro einen Klima- und Biodiversitätsleitfaden erstellt, der alle Auswirkungen der Planungen gegen Hitze, Kälte, Sturm und Starkregen ganzheitlich betrachtet.

Die Transformation des ehemals versiegelten Areals soll unter anderem 60.000 Quadratmeter private und öffentliche Grünflächen schaffen. Dazu gehören ein 24.000 Quadratmeter großer öffentlicher Landschaftspark, 400 neu gepflanzte Bäume sowie stark begrünte Dachgärten und Innenhöfe, die gemeinschaftlich genutzt werden. Diese Maßnahmen sollen das Mikroklima verbessern, Hitzeinseln vermeiden und für Abkühlung an heißen Tagen sorgen. 

Das Quartier wird zudem nach dem Schwammstadt-Prinzip erbaut, um Regenwasser über Grünflächen und Bäume aufzunehmen und zu speichern, um die Gefahr von Hochwasser und Überschwemmungen bei Starkregen zu verringern.

Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Mitte 2027 vorgesehen, die gesamte Realisierung des Quartiers in fünf Bauabschnitten bis 2030.

Pascal Fuckerieder, der heutige Bezirksausschussvorsitzende, lobt die Durchmischung eines Viertels für alle: Ein Quartier wie die Kirschgärten, was München sozial nachhaltig macht: weitsichtige Planung, soziale Durchmischung, hochwertige Bildungs- und Betreuungsangebote – und Lebensqualität für alle Generationen. So entsteht ein Stadtviertel, das heute wie morgen funktioniert.“

Quelle: Eckpfeiler

  

 

Die KIRSCHGÄRTEN auf einen Blick:

  • 120.000 m2 Grundstücksgröße
  • ca. 50 % Grünflächen mit mehr als 400 Baumpflanzungen
  • 24.000 m2 öffentlicher Park mit drei großen Themen-Kinderspielplätzen
  • rund 1.500 Wohnungen in wohngesunder Holz-Hybrid-Bauweise als Energieeffizienzhäuser
  • Gemeinschaftsdachgärten
  • klimaneutrale, autarke Energieversorgung
  • dreizügige Grundschule mit Sporthalle und Freisportanlage
  • vier Kindertagesstätten
  • Nahversorgung mit Laden, Café und Coworking
  • Mobilitätskonzept mit Sharing, neuer Bushaltestelle und neuem Radschnellweg
  • Zertifizierung Quartier in DGNB Platin
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