Heizsysteme sicher und wirtschaftlich planen

Fachkonferenz bietet Orientierung für Immobilienpraxis

Steigende Baukosten, unsichere Förderbedingungen, kommunale Wärmeplanung und neue gesetzliche Vorgaben stellen Bau- und Immobilienbranche vor schwierige Entscheidungen. Welche Heizsysteme sind unter diesen Rahmenbedingungen wirtschaftlich, schnell umsetzbar und langfristig tragfähig?

Infrarotheizungen können eine attraktive Lösung sein. Foto: paolo de santis/EyeEm - stock.adobe.com
Infrarotheizungen können eine attraktive Lösung sein. Foto: paolo de santis/EyeEm - stock.adobe.com

Antworten darauf will die Konferenz „Infrarotheizung: Schlüssel zum bezahlbaren Bauen und Wohnen“ am 16. April 2026 in Würzburg geben. Veranstalter ist der Branchenverband IG Infrarot Deutschland e.V. Drei Wochen vor Beginn richtet sich die Einladung gezielt auch an Fachleute aus Wohnungswirtschaft, Architektur, Planung, Gebäudeenergieberatung sowie dem SHK-, Elektro- und Photovoltaik-Handwerk.

Orientierung in der Wärmewende

„Viele Akteure stehen derzeit vor Investitionsentscheidungen mit langer Tragweite, aber unsicheren Rahmenbedingungen“, sagt Uwe Lucht, Vorstand der IG Infrarot Deutschland. „Die Konferenz bietet eine Plattform, um Optionen faktenbasiert zu diskutieren — jenseits von Technologie-Dogmen.“

Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche Heizlösungen sind im Neubau und Bestand kurzfristig realisierbar? Wie lassen sich Investitionskosten begrenzen? Welche Rolle spielen vollelektrische Konzepte mit Infrarotheizungen und Photovoltaik? Und wie wirken sich neue gesetzliche Vorgaben und kommunale Wärmeplanung auf konkrete Projekte aus?

Praxisbeispiele mit realen Kosten- und Betriebserfahrungen

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung sind Erfahrungsberichte aus realisierten Projekten mit Infrarotheiztechnik: vom seriellen Wohnungsbau über kommunale Gebäude bis zur Bestandssanierung.

Vorgestellt werden unter anderem Mehrfamilienhäuser mit vollständig elektrischer Wärmeversorgung, ein Wohnquartier für kurzfristig benötigten Wohnraum, Sanierungen von historischen zu modernen, energiesparenden Gebäuden sowie Hybridlösungen beim Austausch von Gasetagenheizungen. Neben Investitionskosten werden auch Energieverbrauch, Betriebskosten und praktische Herausforderungen thematisiert.

Austausch zwischen Branchen ausdrücklich gewünscht

Die Veranstalter betonen, dass sich die Konferenz bewusst an ein breites Fachpublikum richtet. „Die Wärmewende kann nur branchenübergreifend gelingen“, betont Lucht. „Wir möchten insbesondere Wohnungsunternehmen, Energieberatende sowie Elektro- und SHK-Betriebe ansprechen, die nach praktikablen Lösungen für aktuelle und künftige Projekte suchen.“  Für Photovoltaik-Installateure eröffnen sich durch Infrarotheiztechnik neue Geschäftschancen.

Veranstaltung in Würzburg

Die Konferenz „Infrarotheizung: Schlüssel zum bezahlbaren Bauen und Wohnen“ findet am Donnerstag, 16. April 2026, im Best Western Premier Hotel Rebstock in Würzburg statt. Am Vortag lädt der Verband zum 6. Runden Tisch der Infrarotheizungsbranche mit Fachprogramm und Netzwerkabend ein.

Programm und Anmeldung sind hier verfügbar.

Redaktion (allg.)

Pixabay/ Mohamed_hassan
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