Update dena-Gebäudereport 2026

40 Prozent mehr verkaufte Wärmepumpen als 2025

Im Heizungsbereich steigt die Nachfrage nach Wärmepumpen deutlich, gleichzeitig verlieren Gasheizungen im Neubau an Bedeutung. Der Ausbau von Gebäudesolar geht spürbar zurück. Grund dafür sind die geänderten Rahmenbedingen im Solarspitzengesetz und die Förderunsicherheit. Die Wärmeewende entwickelt sich in Deutschland je nach Marktsegment also sehr unterschiedlich.

Wärmepumpen beheizen rund dreiviertel aller 2025 fertiggestellten Wohngebäude. Foto: Stiebel Eltron
Wärmepumpen beheizen rund dreiviertel aller 2025 fertiggestellten Wohngebäude. Foto: Stiebel Eltron

Die Wärmepumpe setzt sich insbesondere im Neubau weiter durch. Rund 74 Prozent der 2025 fertiggestellten Wohngebäude wurden mit einer Wärmepumpe beheizt. Bei den Baugenehmigungen liegt der Anteil inzwischen bei 83 Prozent. Die aktuellen Verkaufszahlen 2026 für Heizungsanlagen bestätigen den Trend zur Wärmepumpe: Bis August diesen Jahres wurden 194.500 Wärmepumpen verkauft, ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 

Überwiegend Gasheizungen im Bestand

Im Gebäudebestand dominieren dagegen weiterhin Gasheizungen mit rund 56 Prozent und Ölheizungen mit rund 17 Prozent. Wärmepumpen und weitere solar- bzw. geothermische Systeme kommen bislang auf einen Anteil von rund 4,5 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 lag der Absatz von Gasheizungen bei 134.000 Geräten und damit ein Prozent über dem Vorjahreswert. 

Boom bei Batteriespeichern

Auch Batteriespeicher wachsen stark. Bis Ende Juni 2026 waren rund 2,6 Millionen Anlagen mit einer Gesamtspeicherkapazität von knapp 30 Gigawattstunden installiert. 97 Prozent der Anlagen wurden seit 2020 in Betrieb genommen.

Rund 80 Gigawatt Gebäudesolar

Gleichzeitig ist der Zubau der gebäudenahen Photovoltaik im ersten Halbjahr 2026 um rund 17 Prozent gesunken. Dennoch bleibt er auf einem hohen Niveau: Insgesamt wurde die Marke von rund 80 Gigawatt Gebäudesolar erreicht.

Wärmewende kommt im Neubau voran – Bestandsgebäude müssen folgen

Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, sagt dazu: „Die Zahlen belegen, dass im Neubau der Umstieg auf moderne, klimafreundliche Heizsysteme schnell voranschreitet und inzwischen Standard ist. Bei Bestandgebäuden hingegen muss das Tempo erhöht werden. Hier besteht mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz und den neuen BEG-Förderbedingungen nun auch die notwendige Klarheit. (...) Entscheidend ist, dass die Rahmenbedingungen langfristig verlässlich bleiben.“

Der dena-Gebäudereport 2026 - Update September ist hier kostenlos im Download verfügbar.

Redaktion (allg.)

Pixabay/ Mohamed_hassan
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