Die Daten für das Jahr 2025 zeigen: Eigentümerinnen und Eigentümer sowie das Handwerk treiben die Wärmewende weiter voran. Sie setzen, auch dank der Förderung für BEG-Einzelmaßnahmen (Bundesförderung für effiziente Gebäude), immer stärker auf Wärme aus erneuerbaren Energien und machen sich unabhängiger von schwankenden Gas- und Ölpreisen. Diese und weitere Entwicklungen zeigt der Updatebericht April des dena-Gebäudereports 2026.
Weniger abhängig von schwankenden Energiepreisen
Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, erläutert: „Die neuen Zahlen verdeutlichen, wie Deutschland seine Abhängigkeit von Energiepreisschwankungen bei Öl und Gas reduzieren kann. Das Heizen mit Wärmepumpen wird zunehmend angenommen und mit dem seriellen Sanieren steht der nächste Effizienzmarkt vor dem Durchbruch. Das ist notwendig, denn in den vergangenen Jahren ist der Wärme- und Endenergieverbrauch in Gebäuden zwar leicht gesunken, jedoch nicht schnell genug, um die Klimaziele im Gebäudebereich zu erreichen. Entscheidend sind jetzt ein verlässlicher regulatorischer Rahmen und eine stabile Förderlandschaft, um die Marktentwicklung von Wärmepumpen und Sanierungsmaßnahmen weiter zu unterstützen und Investitionssicherheit zu erhöhen. Gerade die schnelle Umsetzung des Gebäudemodernisierungsgesetzes ist zentral.”
Wärmepumpe mit größtem Marktanteil bei neuen Heizungen
Rund die Hälfte der 2025 verkauften Heizungen waren Wärmepumpen. Ihr Anteil stieg von 27 Prozent im Vorjahr auf 48 Prozent – insgesamt rund 299.000 Anlagen. Gleichzeitig sank der Anteil von Gasheizungen: 2025 machten sie 44 Prozent der Verkäufe aus. Auch die Förderzahlen der BEG-Einzelmaßnahmen deuten darauf hin, dass der Markthochlauf von Wärmepumpen anhalten dürfte. So entfallen rund 85 Prozent der BEG-Maßnahmen für Wärmeerzeuger auf Wärmepumpen. Die Zahl der insgesamt geförderten Maßnahmen stieg 2025 mit 537.787 Maßnahmen für Wohngebäude gegenüber dem Vorjahr um 47 Prozent.
Serielles Sanieren spielt zentrale Rolle
Der Updatebericht zeigt zudem eine weiterhin gute Nachfrage nach seriellen Sanierungen. Im Jahr 2025 lag die Zahl der bewilligten Förderanträge für Projekte mit vorgefertigten Fassadenelementen erneut bei über tausend. Weil serielles Sanieren bisher oft in Mehrfamilienhäusern angewandt wird, sind das mehr als 6.000 Wohneinheiten. Dies entspricht rund 24 Prozent aller Wohneinheiten, für die eine Förderung mit dem Effizienzstandard EH 40 und EH 55 bewilligt wurde.
Mit einem Anteil von 24 Prozent an allen Effizienzhaus 55- und Effizienzhaus 40-Projekten ist diese Sanierungslösung ein bedeutender Bestandteil der energetischen Gebäudesanierung. Nach Schätzungen der dena sind rund 30 Prozent aller Gebäude im Bestand für serielle Sanierungen geeignet. Angesichts dieses Potenzials kommt diesem Ansatz eine zentrale Rolle für die Transformation des Gebäudesektors zu.
Deutliche Fortschritte in kommunaler Wärmeplanung
Deutliche Fortschritte bei der kommunalen Wärmeplanung zeigen die aktuellen Daten des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende. Zum Ende des ersten Quartals 2026 haben rund 56 Prozent der großen Kommunen mit über 100.000 Einwohnenden ihre Wärmeplanung abgeschlossen, 44 Prozent befinden sich im Prozess.
Auch mittlere Kommunen sind vorangekommen: 84 Prozent der Städte und Gemeinden mit 10.000 bis 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern haben ihre Wärmeplanung begonnen oder abgeschlossen. Bei den kleineren Gemeinden unter 10.000 sind mit 49 Prozent ebenfalls schon knapp die Hälfte im Wärmeplanungsprozess oder haben ihn abgeschlossen; die aktuelle Frist zur Bearbeitung läuft für sie bis Mitte 2028.
Zum Download: der dena-Gebäudereport 2026 – Updatebericht April
Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)











