Qualifizierung von Immobilienkaufleuten

GdW vergibt Stipendien an Deutschlands beste Berufsabsolventen

Auf dem Tag der Wohnungswirtschaft in Berlin hat der GdW zum 14. Mal drei Stipendien an Deutschlands beste Absolventen der Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau vergeben.

Nahmen ihre Stipendien für ein berufsbegleitendes Bachelorstudium auf der Bühne des GdW entgegen: (v.li.) Richard Heße, Lara Böh und Jonas Schlüter. Foto: GdW/Agentur Bildschön
Nahmen ihre Stipendien für ein berufsbegleitendes Bachelorstudium auf der Bühne des GdW entgegen: (v.li.) Richard Heße, Lara Böh und Jonas Schlüter. Foto: GdW/Agentur Bildschön

Die Stipendien gelten für ein berufsbegleitendes Bachelorstudium an einer von den wohnungswirtschaftlichen Verbänden eingerichteten Hochschule. Die Jury unter dem Vorsitz von GdW-Präsident Axel Gedaschko hat die drei besten Bewerber ausgezeichnet:

  • Jonas Schlüter, Ausbildung zum Immobilienkaufmann bei der Allgemeinen Schiffszimmerer Genossenschaft eG
  • Lara Böh, Ausbildung zur Immobilienkauffrau bei der GAG Ludwigshafen am Rhein Aktiengesellschaft für Wohnungs-, Gewerbe- und Städtebau
  • Richard Heße, Ausbildung zum Immobilienkaufmann bei der Bauverein Bergisches Heim eG.

GdW-Präsident Axel Gedaschko betonte bei der feierlichen Übergabe der Stipendien die Notwendigkeit von stetiger Weiterbildung und Förderung von Beschäftigten in den Wohnungsunternehmen auch nach erfolgreicher Beendigung der Berufsausbildung. „Um dies zu unterstützen und zu fördern, verleihen wir nunmehr zum 14. Mal drei Stipendien an ehemalige Auszubildende unserer Mitgliedsunternehmen für ein Bachelor-Studium“, so der GdW-Präsident weiter.

Wohnungswirtschaft kann viele Stellen nicht besetzen

Attraktive Angebote zur beruflichen Qualifizierung dürften derweil im Wettbewerb und Arbeitskräfte zunehmend wichtig werden. Die vom Europäischen Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) 2022 durchgeführte Befragung „Human Resources Monitor – Immobilienwirtschaft“ offenbart einen akuten Mangel an Fachkräften. Schon für mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Unternehmen der Immobilien- und Wohnungswirtschaft sei der Fachkräftemangel ein Investitionshemmnis. Besonders gravierend sei der Mangel im technischen Bereich: 84 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, die Rekrutierung von technischen Führungskräften werde immer schwieriger; 88 Prozent beklagten, nur schwer technische Fachkräfte zu finden. Und auch im kaufmännischen Bereich sei die Rekrutierung von Personal zusehends problematischer. Die Branche steht jedoch auch vor wachsenden Herausforderungen, die Klimawende, Nachhaltigkeit und Digitalisierung mit sich bringen. Angesichts dessen und der demografischen Veränderungen wird sich der Fachkräftemangel aus Sicht von EBZ-Vorstand Klaus Leuchtmann weiter verschärfen. „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich Demografie-bedingt kontinuierlich bis 2030 verschlechtern.“

Das allgemeine Interesse an Wissensausbau durch Fort- und Weiterbildungen sei in der Immobilienwirtschaft laut dem Ergebnisbericht gestiegen. „Die Hälfte aller Unternehmen, die Unterstützung für die Erreichung der Klimaschutzziele benötigen – immerhin fast 94 Prozent –, wünschen spezielle Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für ihre Fach- und Führungskräfte zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Doch auf der Liste der gewünschten Qualitäten von Fach- und Führungskräften stehen daneben auch Kompetenzen in Sachen Veränderungsmanagement und Agilität“, so das EBZ. Als Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen nennt die Stiftung aktives Personalmanagement und Recruiting. (Red.)

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