Achte EBZ-Umfrage zur Personalsituation

Probleme bei der Rekrutierung spitzen sich zu

Die aktuelle EBZ-Umfrage zur Personalsituation in der Immobilienwirtschaft macht deutlich, dass der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zunehmend zum Entwicklungshindernis wird.

Zeigen sich in Bewerbungsgesprächen Qualifizierungslücken bei den Bewerberinnen, können berufsbegleitendende Schulungen die Lösung sein. Foto: Adobestock/Gpointstudio
Zeigen sich in Bewerbungsgesprächen Qualifizierungslücken bei den Bewerberinnen, können berufsbegleitendende Schulungen die Lösung sein. Foto: Adobestock/Gpointstudio

66 Prozent der befragten Unternehmen in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft haben Schwierigkeiten bei der Gewinnung von qualifiziertem Personal. Sogar 90 Prozent der Unternehmen geben an, Probleme beim Rekrutieren von technischen Fachkräften zu haben. Gleichzeitig suchen aber vier von zehn Unternehmen mehr Fach- und Führungskräfte. 40 Prozent haben sogar vor, die Anzahl ihrer Fachkräfte zu vergrößern.

Das sind wesentliche Ergebnisse der neunten Ausgabe einer Studienreihe zur Personalsituation, insbesondere der Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Immobilienbranche. Der sogenannte HR-Monitor wird seit 2007 regelmäßig von der EBZ (Bildungszentrum der Wohnung- und Immobilienwirtschaft) beim Forschungsinstitut InWIS in Auftrag gegeben. Insgesamt wurden 318 Unternehmen der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft im Jahre 2023 befragt.

Der aktuelle HR-Monitor zeigt, dass Immobilienbestandshalter trotz der stark eingebrochenen Baukonjunktur Personal eher aufbauen, während es bei Bauträgern und Projektentwicklern einen Einstellungsstopp zu verzeichnen gibt. Die Unternehmen klagen darüber hinaus über fehlende Fachkenntnisse bei Bewerbern und Bewerberinnen. Womöglich müssten die Unternehmen sich mit dem Gedanken anfreunden, dass sie ihre neuen Fachkräfte über Weiterbildungen und „Training on the job“ auch nachträglich fitmachen und Können und Kompetenzen ausweiten müssen.

Die Branche kann auf Frauen nicht verzichten

46 Prozent der Unternehmen geben an, dass sich mehr Männer als Frauen auf Führungspositionen bewerben. Bei nur acht Prozent sind es mehr Frauen als Männer. 18 Prozent der Antwortgeber sagen aus, dass sie über ein Frauenförderprogramm im Unternehmen verfügen. Das ist ein Anstieg um acht Prozent im Vergleich zum vorherigen HR-Monitor. Zwar habe sich innerhalb der Branche bereits einiges getan, in den Führungspositionen dominierten aber dennoch ein hoher Männeranteil.

In Menschen investieren

80 Prozent der Unternehmen sehen einen wachsenden Weiterbildungsbedarf, doch sei im Vergleich zu den Ergebnissen der vorherigen Befragung das Weiterbildungsbudget durchschnittlich um lediglich 44 Euro pro Mitarbeiter pro Jahr gestiegen (plus zwei Prozent). Es liege damit unter dem Durchschnitt anderer Branchen und unter der Inflationsrate.

Den HR-Monitor können Sie unter e-b-z.de/hr-monitor kostenfrei downloaden.

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