Positiver Trend hält an - aber reicht das?
Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), kommentiert die weitere Zunahme der Baugenehmigungen mit den Worten: "Der positive Trend der vergangenen Monate stabilisiert sich damit weiter." Und fügt hinzu: "Der Abstand zum tatsächlichen Bedarf bleibt groß. Aktuell steuern wir auf gerade einmal 225.000 Fertigstellungen in diesem Jahr zu. Das ist viel zu wenig angesichts des enormen Wohnungsmangels." Vor einer Woche hat der Präsident des ZDB Wolfgang Schubert-Raab bereits festgestellt: "Für eine echte Wende fehlen uns jährlich mehr als 100.000 Baugenehmigungen“
Deutliche Zunahme bei Mehrfamilienhäusern
Erfreulich ist aus Sicht die Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) der deutliche Zuwachs der Baugenehmigungen bei den für den Wohnungsmarkt besonders relevanten Mehrfamilienhäusern. Hier meldet das Statistische Bundesamt einen Anstieg von 13,2 Prozent in der Zeit von Januar bis Oktober 2025 im Vergleich zum Vorjahr. „Die aktuellen Zahlen sind ein gutes Zeichen für die Branche,“ sagt die ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan. „Nach dem Bau-Turbo und der Wiederaufnahme der EH55-Förderung gilt es nun, den Reformkurs konsequent fortzusetzen.“
Stabile Rahmenbedingungen gefordert
Kontinuität bei der Förderung des Wohnungsbaus wünscht sich auch Felix Paklepa: „Die neue EH 55-Plus-Förderung weist in die richtige Richtung. Jetzt kommt es darauf an: Förderprogramme für potentielle Bauherren müssen langfristig angelegt sein und nicht jedes Jahr neu verhandelt werden. Wer bauen will, braucht die Sicherheit, dass Unterstützung auch morgen noch da ist. Eine Förderlotterie mit ungewissem Ausgang hilft niemanden. Nur wenn die Politik Rahmenbedingungen mit Perspektive schafft, kann aus den ersten Erholungszeichen ein echter Aufschwung werden.“











