Zehn Jahre Digitalisierungsstudie des ZIA

Transformation bringt immer neue Herausforderungen

Die zehnte Ausgabe der Digitalisierungsstudie des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) und EY Parthenon macht deutlich: Die Branche macht Fortschritte, aber die digitale Transformation ist ein Marathon, auf dem der Weg das Ziel ist. Angesichts des Innovationstempos der Digitalwirtschaft stellen sich immer neue Herausforderungen.

Eine Herausforderung der digitalen Transformation besteht darin, den Veränderungsprozess neben dem operativen Geschäft voranzutreiben – zusätzliche Arbeit, zusätzliche Investitionen. Foto: Adobestock/Coloures-Pic
Eine Herausforderung der digitalen Transformation besteht darin, den Veränderungsprozess neben dem operativen Geschäft voranzutreiben – zusätzliche Arbeit, zusätzliche Investitionen. Foto: Adobestock/Coloures-Pic

Die Branche habe in den vergangenen zehn Jahren wichtige Fortschritte gemacht – von ersten Pilotprojekten über die Etablierung digitaler Standards bis hin zum verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), schreiben der ZIA und das Beratungsunternehmen EY Parthenon.

Die Ergebnisse der Studie beruhen auf einer im ersten Halbjahr 2025 durchgeführten Umfrage, an der rund 150 Beschäftigte privatwirtschaftlicher und öffentlicher Unternehmen teilgenommen haben.

Kernergebnisse der Umfrage 2025

  • KI im Fokus: 90 Prozent der Befragten sehen Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie der kommenden fünf Jahre.
  • Investitionen stabil, aber moderat: 62 Prozent der Unternehmen investieren 1-5 Prozent ihres Umsatzes in Digitalisierung, nur 9 Prozent über 20 Prozent.
  • Bremsklötze unverändert: Fehlende personelle Ressourcen (79 %), unzureichende Datenqualität (68 %) sowie veraltete Systeme und hohe Kosten bremsen die Umsetzung.
  • Cloud setzt sich durch: 82 Prozent bevorzugen Cloud-Lösungen, doch fehlende Integration zwischen Systemen bleibt eine zentrale Baustelle.

Fokusthema der Studie 2025: Data Lifecycle Management

Das diesjährige Schwerpunktthema der Studie lautet Data Lifecycle Management (DLM). DLM beschreibt den ganzheitlichen Umgang mit Daten über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie hinweg – von der Planung über Bau und Betrieb bis hin zur Veräußerung. Ziel ist es, Daten strukturiert zu erfassen, nutzbar zu machen und effizient auszuwerten, um bessere Entscheidungen zu treffen und Transparenz zu schaffen.

Die Studie offenbart: 71 Prozent der Unternehmen halten DLM für relevant, 61 Prozent wollen es in ihre Strategien integrieren. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass die Umsetzung noch am Anfang steht:

  • Hürden: Hohe Kosten (70 %), technologische Einschränkungen (66 %) und Fachkräftemangel (62 %) dominieren.
  • Datenqualität: Zwar streben viele Unternehmen 100 Prozent Datenqualität an, es wird aber konstatiert, dass in der Praxis oft geringere Werte reichen – nicht selten sind ineffiziente Prozesse und „Datenmüll“ die Folge überzogener Erwartungen.
  • Organisatorische Strukturen: Zwar existieren in mehr als der Hälfte der Unternehmen bereits eigene Abteilungen für Datenmanagement, doch nur etwas mehr als ein Drittel überprüft die Praktiken regelmäßig im Rahmen eines DLM.

Daten sind der Rohstoff unserer Zeit – ohne sie bleibt jede KI wirkungslos. Wer seine Daten nicht professionell managt, verliert Effizienz, Transparenz und am Ende Wettbewerbsfähigkeit“, betont Dr. Lars Scheidecker, Partner bei EY Parthenon.

Der Schlüssel liegt in einer konsequenten Professionalisierung des Datenmanagements – Schritt für Schritt, aber mit klarer Zielrichtung.“

Die komplette Digitalisierungsstudie 2025 des ZIA können Sie weiter unten kostenlos als PDF herunterladen.

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Redaktion (allg.)

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