Fassendenkunst bei der Halleschen Wohnungsgesellschaft mbH

Privatheit und Öffentlichkeit in der Silberhöhe

Kunst an der Fassade kann zu Diskussionen führen. In Halle brachte eine Kunststudentin im Auftrag der Halleschen Wohnungsgesellschaft mbH (HWG) eine Installation an ein leerstehendes Gebäude, das anregt über Privatheit und öffentlichen Raum nachzudenken.

Kunstprojekt „Im Aufbruch“ in der Halle'schen Hanoier Straße. FOTO: Jessen Mordhorst
Kunstprojekt „Im Aufbruch“ in der Halle'schen Hanoier Straße. FOTO: Jessen Mordhorst

Die Installation heißt „Im Aufbruch“ und stammt Annett Plonka, einer Studentin der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle.

Vier inszenierte Innenräume wurden an der Außenfassade angebracht. So geben farbig verputze Flächen, Wand- und Deckenelemente sowie reale Heizkörper, Vorhangstangen und Fenstergriffe einen Einblick in das Innere eines Wohngebäudes. Verspiegelte Fenster bilden die Umgebung ab, zeigen die vorüberziehenden Wolken und ermöglichen einen scheinbaren Durchblick durch das Gebäude. Die Fassade wird aufgebrochen und Zerstörtes wiederbelebt.

Das Kunstprojekt wurde den Bewohnerinnen und Bewohnern des Viertels im Rahmen einer offenen Podiumsdiskussion vorgestellt. Darüber hinaus konnten die Gäste an verschiedenen Stationen aktiv werden und über das Thema „Privatheit und Öffentlichkeit in der Silberhöhe“ ins Gespräch kommen.

Nach einer Ausschreibung der HWG erarbeiteten Studierende unter der Leitung von Prof. Stella Geppert im Rahmen der wettbewerbsähnlichen Lehrveranstaltung „Eine Fassade ist eine Fassade ist eine Fassade“ ihre Beiträge für die HWG-Objekte am Aalweg 17 (Heide-Nord) und in der Hanoier Straße 27 (Waldstadt Silberhöhe). Annett Plonka gewann mit Ihrem Entwurf für die Fassade an der Hanoier Straße 27.
 

Weiterführende Links:
www.hwgmbh.de

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