Die "kalte Räumung" kann teuer werden

Gericht
OLG Nürnberg

Urteil vom
23.08.2013

Aktenzeichen
5 U 160/12

1. Der Vermieter, der sich über das Gewaltmonopol des Staates hinwegsetzt und ohne Räumungstitel und außerhalb eines Zwangsvollstreckungsverfahrens Mieträume selber räumt und die vom Mieter oder mit dessen Willen von Dritten in die Mietsache eingebrachten Gegenstände entsorgt, haftet dem Mieter oder Dritten verschuldensunabhängig auf Schadensersatz. 2. Es kommt nicht darauf an, ob der Vermieter damit rechnen musste oder wusste, dass es sich bei den eingebrachten Gegenständen, um Gegenstände mit Wert oder Kunstgegenstände handelt. 3. Bei der Entsorgung von Kunstgegenständen bemisst sich der Schadensersatz nicht nach den Wiederherstellungs- oder Wiederbeschaffungskosten, sondern nach dem Marktwert zum Zeitpunkt der Entsorgung. (Leitsätze des Bearbeiters)

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IVV 09/2014 | 62.09 KB | 3 Seiten | Dr. Olaf Steckhan

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