Schneller und kostengünstiger Wohnraum für Asylsuchende

04.08.2015

Städte und Gemeinden brauchen dringend Wohnraum für Arme, Flüchtlinge oder Obdachsuchende: Allein bei Asylsuchenden rechnet etwa Bayerns Innenminister Joachim Herrmann 2015 mit mehr als 100.000 Neuanträgen. Schnelle Hilfe ist darum von Nöten, kostengünstig und nach besten Standards.

Schneller und kostengünstiger Wohnraum für Asylsuchende
FOTO: DIAMONDMODULE GMBH

In München wird derzeit eine Wohnanlage errichtet, in die Bewohner demnächst einziehen werden. Das Projekt wurde entwickelt vom Unternehmen Fair Price Hostels als Investor und Betreiber zusammen mit dem Hersteller Diamond Module.

Im Stadtteil Milbertshofen sollen bis zu 172 Obdachsuchende Aufnahme finden.

Jedes Wohnmodul ist drei Meter breit, drei Meter hoch und sechs Meter lang. Die Module, die in Polen produziert werden, werden auf der Baustelle in München komplett mit Betten mit Matratzen, Stühlen, Tisch, Kühlschrank, Einbauschränken, TV-Anschlüssen, stromsparender LED-Beleuchtung ausgestattet und mit dreifachverglaster Tür angeliefert.

Effizienz und Nachhaltigkeit
Natürlich muss eine Stadtverwaltung wie der Investor auch auf die Effizienz und Nachhaltigkeit einer Investition von rund 3,2 Millionen Euro achten. Gottfried Schaaf, Vertriebsleiter Deutschland von DiamondModule, gibt an, dass ein Wohnmodul ab 18.900 Euro kostet. Zudem seien die Einheiten dieses Herstellers flexibel: Aus den Flüchtlingswohnungen könnte bei Bedarf schnell an einem anderen Ort der Stadt ein Studentenheim, ein Kindergarten oder ein Verwaltungsbau errichtet werden.

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Themenschwerpunkt „Wohnräume für Flüchtlinge“ in der IVV Heft 07-08/2015

 

 

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