Startup smmove verlegt die Vermietung komplett ins Internet

07.11.2015

Das Startup-Unternehmen smmove hat den Anspruch, die gesamte Interaktion zwischen Anbieter und Interessent im Immobilienmarkt zu digitalisieren. Ein Internetportal für alle Schritte vom Mietangebot bis zur Vertragsunterzeichnung. Eine Mischung aus Immobilienscout24 und Ebay war die Grundidee der Entwicklung.

Startup smmove verlegt die Vermietung komplett ins Internet
FOTO: SMMOVE

Mieter genießen in Deutschland besonderen Schutz – und das ist auch gut so. Mit dem Bestellerprinzip hat die Bun­desregierung neben der Mietpreisbremse ein weiteres Ins­trument geschaffen, um Mieter vor zu hohen Kosten bei der Anmie­tung einer Wohnung zu schützen. Vor allem auf angespannten Mietmärkten mit starkem Nachfrageüberhang wie in München, Hamburg oder Berlin hatten bisher vielfach die künftigen Mieter die Maklerkosten zu tragen, selbst dann, wenn der Vermieter den Mak­ler beauftragt hatte. Mit der Neuregelung soll sichergestellt wer­den, dass ausschließlich derjenige die Maklergebühr zahlt, der ihn mit der Vermittlung einer Wohnung beauftragt hat. Dies betrifft Hausverwaltungen und Immobilieneigentümer, aber auch Woh­nungssuchende, die einen Makler mit der Suche nach einer pas­senden Immobilie beauftragen.

Der Vorteil des Bestellerprinzips für den Mieter ist offenkundig: Er spart die Maklercourtage und wird damit finanziell entlastet. Aller­dings wird es ohne diese Gebühr auch weitaus mehr Interessenten geben, mit denen der Mietinteressent dann konkurriert. Die Woh­nungssuche wird eventuell günstiger, aber nicht wirklich einfacher. Aus Sicht der Vermieter und Makler könnte das Bestellerprinzip durchaus zu einer Bereinigung des Marktes führen, da nur noch diejenigen erfolgreich vermitteln können, die mit Qualität überzeu­gen. Das wäre förderlich für das Image der Branche. Allerdings wird die Neuregelung auch dazu führen, dass viele Vermieter künftig die Vermarktung ihrer Objekte selbst in die Hand nehmen werden. Da zahlreiche Verwaltungen jedoch schon heute nahe an ihrer perso­nellen Kapazitätsgrenze arbeiten, stellt sich die Frage, wer die Ver­mietung übernehmen soll. Für die Verwalter entstünde ohne unter­stützende Maßnahmen ein erheblicher Mehraufwand.

Auch das Argument, dass Eigentümer die zusätzlichen Kosten auf die Miete umlegen werden, ist nicht von der Hand zu weisen: Eine im Auftrag von Immobilienscout24 und der Immobilien Zeitung durchgeführte Befragung unter 2.300 Maklern hat ergeben, dass zwei Drittel damit rechnen, dass sich Makler zukünftig weiterhin von Wohnungssuchenden bezahlen lassen, obwohl der Vermieter sie beauftragt hat, und als Gegenleistung sicherstellen, dass diese den Zuschlag für die Wohnung bekommen. Außerdem wird damit gerechnet, dass Wohnungen auf dem „Schwarzmarkt“ an diejeni­gen gehen, die doch bereit sind, für den Makler zu bezahlen oder dass mit überhöhten Abstandszahlungen für hinterlassene Einrich­tungsgegenstände die Kosten für die Maklergebühr auf den Mieter abgewälzt werden.

Letztendlich ist keinem wirklich geholfen. Das Start-up Unterneh­men smmove will all diesen Szenarien vorbeugen und bietet eine Lösung, die die Wohnungssuche revolutionieren wird.

So funktioniert die Revolution der Mietimmobiliensuche
In für jedermann offenen Online-Auktionen geben Nutzer nach Re­gistrierung und dem Nachweis der Bonität und Zahlungsfähigkeit ihr individuelles Höchstgebot auf eine Mietwohnung ab und bestim­men so den aus ihrer Sicht passenden Mietpreis für das ge­wünschte Objekt. Der Vermieter seinerseits stellt zuvor seine Woh­nung inklusive Exposé und umfangreichem Bildmaterial online und legt fest, welches Bonitätslevel er sich von seinem künftigen Mie­ter wünscht. Eine Auktion läuft maximal 14 Tage, währenddessen E-Mail-Alerts über den jeweiligen Verlauf der Gebote informieren.

Gefällt eine Wohnung, gibt der Mietinteressent an, was sie ihm wert ist. Das kann über oder unter dem Preis liegen, den sich der Vermieter vorstellt. Vermieter sind dazu angehalten, sich an recht­liche Vorgaben wie Mietpreisbremse, Wucherparagraph etc. zu halten. So bekommt also nicht automatisch der Höchstbietende den Zuschlag für eine Wohnung, und für Wohnungen mit Sozialbin­dung gibt es kein Bieterverfahren. Hier gilt ein Fixpreis. Die Aukti­onsgebühr beträgt 25 % einer Nettokaltmiete und ist im Erfolgsfall vom Vermieter zu zahlen. Für Mietinteressenten entstehen keine Kosten.

Die Mietersolvenz entscheidet
Diese Art der Immobilienvermarktung zielt auf die Schaffung eines transparenten, fairen und authentischen Marktes ab. Mieter und Vermieter finden online zueinander. Dabei wird der komplette Miet­prozess online abgebildet – von der Anfrage bis zum Vertragsab­schluss. Eine Mischung aus Immobilienscout24 und Ebay war die Grundidee der Entwicklung. Neben der Einfachheit steht das Portal auch für Chancengleichheit – so zumindest der Anspruch. Denn als Auswahlkriterium steht die Solvenz des künftigen Mieters im Vor­dergrund. Jeder Mietinteressent, der sich bewerben will, wird auto­matisch und für den Vermieter kostenlos auf Solvenz geprüft, im Verlauf der Auktion mittels eines automatisierten Monitorings kon­tinuierlich die Relation von abgegebenem Gebot und angegebenem Haushalts-Nettoeinkommen kontrolliert.

Immobilienfindung schnell, einfach, sicher und zeitgemäß
Wer bislang Immobilienscout24 als die innovative Plattform für die Immobilienvermittlung gehalten hat, wird hier eines Besseren be­lehrt. Onlinevermittler wie Immobilienscout24 haben im Kern nur das Anzeigengeschäft und damit einen Teil des Suchprozesses digitalisiert. smmove verlagert dagegen als erster Anbieter den kompletten Prozess inklusive Solvenz-Check, Auswahl der Kandi­daten und deren erfolgreiche Findung ins Internet. Die vollforma­tige und bildgewaltige Präsentation der Auktionsobjekte eröffnet dabei eine neue Dimension der Immobiliensuche und macht sogar Besichtigungen obsolet. Wer trotz umfassender Darstellung im In­ternet Wert auf die Besichtigung der Wohnung legt, kann selbstver­ständlich auch diese vereinbaren. Um auch speziellen Wünschen des Vermieters gerecht zu werden, kann über ein zusätzliches qua­litatives Matching – nach dem Dating-Prinzip – der passende Mieter angesprochen werden. Mietinteressenten können sich entspre­chend zum jeweiligen Objektprofil bestmöglich selbst beschreiben. Nach Auktionsende kann sich der Vermieter bei dieser Variante der Mieterfindung innerhalb einer Woche unter den fünf Höchstbieten­den für einen Mieter entscheiden. Dabei steht es ihm frei, die von smmove präsentierten Kandidaten persönlich einzuladen oder ef­fizient und zeitsparend via Video-Chat kennenzulernen.

Die einfache Nutzung von smmove ist dabei für alle Beteiligten provisionsfrei. Ausschließlich im Erfolgsfall der beidseitigen Fin­dung inklusive Vertragsschluss fallen für den Vermieter geringe Auktionsgebühren an. Um das Matching von Angebot und Nach­frage für den Vermieter noch unkomplizierter und zeitsparender zu gestalten, bietet die Plattform außerdem die Möglichkeit, über ei­nen Fotoservice die für eine überzeugende Präsentation passen­den Fotos anfertigen und sogar die Wohnungsbesichtigung von smmove durchführen zu lassen.

Quelle: smmove

Kontakt: smmove Deutschland GmbH, Gutenbergstraße 4, 10587 Berlin,
Tel.: 030 91530-117, E-Mail: ronald.bosch@smmove.de

Suchbegriffe: BestellerprinzipImmobilienportalVermietungVermietungsplattformmakelnvermieten

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