Schadstoffgeprüfte Produkte verbauen

Verzeichnis Gesündere Gebäude

Bei Neubauten und Renovierungen werden nicht immer schadstoffarme Produkte verwendet. Eine Messreihe des Sentinel Haus Instituts hat ergeben, dass ausgerechnet in Zimmern, die für Kinder gedacht sind, häufig besonders hohe Schadstoffwerte herrschen.

Grafik: Sentinel Haus Institut GmbH
Grafik: Sentinel Haus Institut GmbH

In zwei genormte Testräume bauten die Experten typische Produkte ein, die bei einer Renovierung oder einem Neubau zum Einsatz kommen: Türen, Fenster, Tapeten, Bodenbeläge, Spachtel, Farben und Kleber. Kinderzimmermöbel bilden die Einrichtung. 28 Tage lang wurden mehrere hundert Schadstoffe in der Raumluft gemessen.

Atemwegsreizungen, Allergien und Asthma vorbeugen

Die Messergebnisse sind besorgniserregend: Bis zu 15 Mal mehr Schadstoffe als im wohngesunden Vergleichsraum herrschten im Kinderzimmer mit Standardbaustoffen. Nach den Empfehlungen des Umweltbundesamtes ist eine solch schlechte Luft hygienisch bedenklich: "Ein gegebenenfalls notwendiger Aufenthalt ist nur mit zeitlicher Beschränkung pro Tag über einen vom Gesundheitsamt vorzugebenden maximalen Zeitraum tolerabel", empfiehlt die zuständige Expertenkommission. Im wohngesunden Kinderzimmer sind solche dramatischen Appelle nicht nötig. Hier lagen die Messwerte stets in einem Bereich, den das Umweltbundesamt als "unbedenklich" oder "noch unbedenklich" einstuft. Sommerhitze treibt Schadstoffemissionen zusätzlich in die Höhe. Der Schutz, den Kinder brauchen, geht so verloren.

Auf dem Markt sind aber bereits zahlreiche Bauprodukten, Möbel, Fenster, Farben, Bodenbelage, die wohngesund und emmissionsgeprüft sind. Man muss sie nur finden. Deshalb gibt es jetzt eine Plattform, die zahlreiche, überall erhältliche Produkte auflistet, die transparent nach strengen Vorgaben untersucht und freigegeben sind: Das Bauverzeichnis Gesündere Gebäude www.bauverzeichnis.gesündere-gebäude.de.

Weiterführende Links:
https://www.sentinel-haus.eu/de/profis

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