Klimaanpassung

Bürger:innen fordern mehr Stadtbegrünung gegen Hitze und Entsiegelung

Bürgerinnen und Bürger erwarten von der Bundesregierung ein entschlossenes Handeln gegen die Folgen des Klimawandels. Sie fordern beispielsweise mehr innerstädtisches Grün gegen die Hitze und die Entsiegelung von Flächen.

Mit dem „Dialog KlimaAnpassung“ haben das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt die gesellschaftliche Diskussion zur notwendigen Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Jahr 2023 fortgesetzt. Wichtig bleiben alle Anstrengungen zum Klimaschutz, damit die Folgen des Klimawandels nicht unbeherrschbar werden. BILD: Pixabay/ igorovsyannykov
Mit dem „Dialog KlimaAnpassung“ haben das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt die gesellschaftliche Diskussion zur notwendigen Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Jahr 2023 fortgesetzt. Wichtig bleiben alle Anstrengungen zum Klimaschutz, damit die Folgen des Klimawandels nicht unbeherrschbar werden. BILD: Pixabay/ igorovsyannykov

Das sind die zentralen Ergebnisse der fünf regionalen Dialogveranstaltungen zur Klimaanpassung, die Anfang Februar 2024 der Staatssekretärin Christiane Rohleder im Bundesumweltministerium übergeben wurden.

Zunehmende Wetterextreme wie Dürren, Hitzewellen und Starkregen belegen, dass die Klimakrise überall, auch in in Deutschland, immer stärker spürbar ist. Bereits die Klimawirkungs- und Risikoanalyse des Bundes aus dem Jahre 2021 zeigte, dass gestiegene Temperaturen infolge des Klimawandels sich als Hitzewellen auf das Leben in Städten auswirken und Bewohner:innen belasten. Es sei wichtig, städtebaulich Neu- und Umgestaltungen vorzunehmen.

Es geht darum Frischluftschneisen und Grünflächen zu schaffen. "Der Gebäudebestand selbst sollte schnell modernisiert werden, sodass er höchste Energieeffizienz mit hohem Wohnkomfort verbindet. Die Menschen sollen sich trotz allem in ihren Wohnungen und Häusern wohlfühlen“, sagte dazu der Vorsitzende des Deutschen Energieberater-Netzwerks DEN e.V., Dipl.-Ing. Hermann Dannecker.

Forderungen außerdem zu Grundwasserentnahme und Energieversorgung

Die Bürgerinnen und Bürger fordern beim Thema Versorgung mit Wasser, Energie und Rohstoffen auch, dass die Entnahme von Grundwasser klar geregelt und die Energieversorgung dezentralisiert wird, um die Versorgung sicherzustellen. Der Zugang zu klimaangepassten öffentlichen Räumen müsse für alle und gerade die besonders von Hitze betroffenen Bevölkerungsgruppen ohne lange Wege ermöglicht werden. Insgesamt wünschen sie sich, dass das Thema Klimaanpassung in der Bevölkerung bekannter wird und notwendige Maßnahmen besser akzeptiert werden. Deswegen sollten Bildung, Kommunikation und Beteiligung dazu verstärkt werden.

 Anpassungsstrategie ⁠der Bundesregierung an den Klimawandel 

Auf Einladung des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes trafen sich im Herbst letzten Jahres zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger in fünf Dialogveranstaltungen in den unterschiedlich vom Klimawandel betroffenen Regionen Ostseeküste in Wismar, Mittelelbe in Dessau-Roßlau, Rhein-Ruhr in Duisburg, Rhein-Main in Worms und Bayerischer Wald in Zwiesel. Jeweils zwei Tage lang erarbeiteten insgesamt 331 Personen Ideen und Empfehlungen dazu, wie sich die Zukunft im Klimawandel lebenswert gestalten lässt. Bürgerdelegierte aus den verschiedenen Regionen haben heute die Empfehlungen dem Bundesumweltministerium übergeben.

Die Bundesregierung entwickelt derzeit die Deutsche
Anpassungsstrategie aus dem Jahr 2008 weiter und will bis Ende 2024 eine neue, vorsorgende Anpassungsstrategie an den Klimawandel vorlegen. Diese Strategie ist im neuen Klimaanpassungsgesetz verankert, das im November 2023 vom Bundestag verabschiedet wurde. Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses mit Bürgerinnen und Bürgern sowie der Fachwelt werden in die Arbeiten zur neuen Klimaanpassungsstrategie der Bundesregierung einfließen.

Quelle: Umweltbundesamt

IVV-Fachartikel:
Professor Thomas Naumann an der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Dresden erklärt, wie sich Gebäude an den Klimawandel anpassen lassen

 

Ein ständig unpünktlich zahlender Mieter ist für viele Vermieter ein großes Ärgernis. Die verspätete Zahlung der Miete stellt zwar eine Pflichtverletzung des Mieters dar, wiegt aber nicht so schwer, dass es ohne weiteres eine Kündigung rechtfertigen würde. Dieses...
Printer Friendly, PDF & Email
23.6.2021
Gebäudebestand modernisieren für den Klimaschutz
Der Klimawandel hat folgenschwere Konsequenzen für Ökosysteme wie Böden, Wälder und Gewässer. Diese wiederum führen zu erheblichen Auswirkungen auf Land- und Forstwirtschaft, auf das Leben in Städten...
2.7.2021
Recycling
Künftig muss die Bauwirtschaft Baustoffe nach bundesweit einheitlichen Regeln recyceln. Der Bundesrat beschließt eine Mantelverordnung und legt erstmals Standards für die Herstellung und Verwertung...
5.8.2022
Die GEWOFAG-Siedlung „Ramersdorf Süd“ in München entstand in den Jahren 1949 bis 1965. Das Quartier mit seinen 916 Wohneinheiten hat großes energetisches Modernisierungspotenzial. Gerade im Hinblick...
19.1.2023
Stornierungswelle im Wohnungsbau
Steigende Zinsen und teure Baustoffe treffen Wohnungswirtschaft und private Kleinvermieter gleichermaßen: Es wird weniger oder gar nicht investiert. Neubau und energetische Sanierung gehen zurück oder...
17.11.2023
BuGG-Marktreport Gebäudegrün 2023
Angesichts des Klimawandels und der Wetterextreme gewinnt die Gebäudebegrünung an Marktbedeutung.
23.6.2021
Diskussion Klimaschutz und Neubaustandards
Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, veranstaltete den Tag der Immobilienwirtschaft 2021 am 24.6. live im ZIA-Hauptstadtstudio. Zu Gast waren Armin Laschet...