Gebäudebestand modernisieren für den Klimaschutz

Menschen in Städten leiden unter Hitzewellen

Der Klimawandel hat folgenschwere Konsequenzen für Ökosysteme wie Böden, Wälder und Gewässer. Diese wiederum führen zu erheblichen Auswirkungen auf Land- und Forstwirtschaft, auf das Leben in Städten angesichts gefährlicher Hitzebelastungen. Die Menschen in Städten und Kommunen werden besonders unter den zu befürchtenden Hitzewellen leiden. Umso wichtiger sei es, städtebaulich Neu- und Umgestaltungen vorzunehmen.

Die jüngste Klimawirkungs- und Risikoanalyse des Bundes spricht eine eindeutige Sprache: Der Gebäudebereich braucht vor dem Hintergrund des drohenden Klimawandels eine deutlich höhere Zahl erfolgreicher Maßnahmen. BILD: AdobeStock/ Tom Wang
Die jüngste Klimawirkungs- und Risikoanalyse des Bundes spricht eine eindeutige Sprache: Der Gebäudebereich braucht vor dem Hintergrund des drohenden Klimawandels eine deutlich höhere Zahl erfolgreicher Maßnahmen. BILD: AdobeStock/ Tom Wang

Das zeigt die jüngste Klimawirkungs- und Risikoanalyse des Bundes, welche das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt jetzt vorstellten. Die Studie verbindet erstmals verschiedene klimarelevante Sektoren und untersucht ihre gegenseitige Beeinflussung. Die Analyse soll eine wichtige Grundlage der „Deutschen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel“ sein.

Klimaanalyse des Bundes zeigt dringenden Handlungsbedarf

„Diese interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeit zeigt den dringenden aktuellen Handlungsbedarf, wenn wir in den kommenden Jahrzehnten klimatisch das Schlimmste verhindern wollen“, sagt dazu der Vorsitzende des Deutschen Energieberater-Netzwerks DEN e.V., Dipl.-Ing. Hermann Dannecker.

„Die Menschen in Städten und Kommunen werden besonders unter den zu befürchtenden Hitzewellen leiden, das zeigt die Studie. Umso wichtiger ist es, wo es geht, städtebaulich Neu- und Umgestaltungen vorzunehmen, Frischluftschneisen und Grünflächen zu schaffen. Der Gebäudebestand selbst sollte schnell modernisiert werden, so dass er höchste Energieeffizienz mit hohem Wohnkomfort verbindet. Die Menschen sollen sich trotz allem in ihren Wohnungen und Häusern wohlfühlen.“

Maßnahmen an Wohn- und an Nichtwohngebäuden

Dannecker verweist auf die zweite Stufe der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), welche am 1. Juli 2021 in Kraft tritt. Während seit Jahresbeginn 2021 bereits Einzelmaßnahmen durch die neue BEG bezuschusst wurden, folgen jetzt Förderungen für systemische Maßnahmen an Wohn- und an Nichtwohngebäuden. Dannecker: „Diese Um- und Neuorganisationen der Förderlandschaft zwischen KfW und BAFA im Zuge der BEG muss Bauherren und Sanierer nicht weiter interessieren. Wichtig ist, dass sie einhergehen mit zum Teil deutlich erhöhten Beteiligungen des Bundes an energetischen Maßnahmen. So werden beispielsweise solche Investitionen bei der Sanierung oder beim Neubau von Nichtwohngebäuden vom Bund künftig mit bis zu 50 Prozent unterstützt. Das ist für Kommunen, gemeinnützige Organisationen oder Unternehmen sehr interessant. Vielleicht bringt dieser Griff ins Steuersäckel ja Bewegung in Sanierungsraten, welche pro Jahr immer noch bei 1 % des Bestandes verharren. Das ist viel zu wenig.“

Der DEN-Vorsitzende bezeichnet diese verbesserten Förderungen des Bundes durch die BEG deshalb als „richtig“. „Wir brauchen im Gebäudebereich vor dem Hintergrund des drohenden Klimawandels unbedingt eine deutlich höhere Zahl erfolgreicher Maßnahmen. Sie müsste schnell verdoppelt und verdreifacht werden. Die jüngste Klimawirkungs- und Risikoanalyse des Bundes spricht eine eindeutige Sprache.“

Quelle: Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V.

weiterlesen:
Klimaschutzprogramm 2030: So investieren Sie in Neue Energien („Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG)
Die Rolle von CO2-Neutralität
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Fachartikel der IVV:
Auf Starkregen und Hitze vorbereitet sein
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Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Klimawandel und Gesundheit

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