Deutscher Bauherrenpreis 2020

Wanted: Projekte mit experimentellem Charakter

02.04.2019

Seit über 30 Jahren zeichnet der wichtigste Preis der Wohnungswirtschaft herausragende Wohnungsbauprojekte im Spannungsfeld von hoher Qualität und tragbaren Kosten aus. Der Deutsche Bauherrenpreis 2020 richtet sich vor allem an Projekte mit experimentellem Charakter, in denen Gewohntes und Herkömmliches in Frage gestellt worden sind.

Die Stäwog in Bremerhaven modernisierte Schlichtbauten aus den 50er Jahren und wurde 2018 mit dem Bauherrenpreis geehrt. Foto: Bernd Perlbach

Gerade solche Projekte sind geeignet, die Diskussion über neue Wege im Wohnungsbau und im Umgang mit vorhandener Substanz zu beleben und weiterzuführen.

Der Wettbewerb wird von der Arbeitsgruppe Kooperation des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW – des Bund Deutscher Architekten (BDA) – und des Deutschen Städtetages (DST) zur Unterstützung positiver Ansätze und Lösungen im Wohnungsbau ausgelobt.

GdW-Präsident Axel Gedaschko betont: "Gesellschaftliche Verantwortung und Bewusstsein für Qualität von Lebensräumen spielen für die Wohnungswirtschaft gerade jetzt eine entscheidende Rolle. Denn bezahlbarer Wohnraum wird dringend benötigt."

Positive Beispiele sollen inspirierend wirken

"Wie lebenswert Städte sind, wird im besonderen Maße durch die Qualitäten ihrer öffentlichen Räume bestimmt und durch deren bauliches Umfeld. Die guten Beispiele aus dem Deutschen Bauherrenpreis setzen diesbezüglich Maßstäbe. Sie bieten hohe Qualität zu tragbaren Kosten. Ganz im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Stadtentwicklung wäre es gut, wenn solche Positivbeispiele an möglichst vielen Orten andere Bauherren inspirieren könnten", bekräftigt der Präsident des Deutschen Städtetages, Oberbürgermeister Markus Lewe aus Münster.

"Wir brauchen hochwertige und bezahlbare Wohnungen, die einen nachhaltigen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten und in denen die Menschen auch gerne wohnen wollen. Von intelligentem Neubau und innovativer Bestandsentwicklung profitieren die Wohnquartiere und die Innenentwicklung der Städte", erklärt Heiner Farwick, Präsident des BDA.

Die Auslober rufen zur Teilnahme an diesem Wettbewerb auf, der vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat unterstützt wird. Wohnungsunternehmen und -genossenschaften, private und öffentliche Bauherren, Investoren, Bauherrengruppen, Kommunen und Bauträger, freiberufliche Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten sowie Arbeitsgemeinschaften von Planern in Abstimmung mit ihren Bauherren können Projekte einreichen, die in Deutschland zwischen Januar 2015 und April 2019 realisiert worden sind.

Die Einreichung der Wettbewerbsunterlagen ist ausschließlich online möglich. Das Bewerbungsportal finden Sie auf www.deutscherbauherrenpreis.de. Die Bewerbungsfrist endet am 11. Juni 2019 um 18 Uhr.

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► TIPP: Neue Wege zum Wohle der Mieter. Die Stäwog in Bremerhaven entschied sich dafür Schlichtbauten aus der Nachkriegszeit zu modernisieren und bezahlbaren Wohnraum zu erhalten. Das Gebäude war danach nicht wieder zu erkennen. Die IVV stellt das gelungene Projekt und Preisträger des Deutschen Bauherrenpreises 2018 in einer Reportage dar: Ausgabe 01-0./2019 - Jetzt kostenlos nachbestellen oder drei Hefte gratis lesen.

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