Was kann man bei einem KfW-Effizienzhaus erwarten

03.06.2013

Wer ein oder mehrere Gebäude nach KfW-Effizienzhaus-Standard saniert, muss daarauf vorbereitet sein, dass eine deutliche Differenz zwischen dem errechneten Bedarf und dem tatsächlichen Verbrauch von Heizenergie liegen kann.

Acuh Förderverluste von Bohrinseln schlagen sich auf Heizkosten nieder. Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

Dadurch fällt die  Heizkostenabrechnung häufig höher aus, als die berechnete Kennzahl für die KfW-Förderung ergeben hat.

Der Bedarf ergibt sich aus einer Berechnung, die von bestimmten, fiktiven Nutzungsbedingungen bezüglich Raumtemperaturen, Lüftungsverhalten und klimatischen Bedingungen ausgeht.

Dem gegenüber steht der Verbrauch: Anhand der erzeugten Kilowattstunden Energie lässt sich der Verbrauch von Öl, Gas oder Holz des Heizkessel-Betreibers ermitteln. Dieser wird als „Endenergie“ bezeichnet.

Berücksichtigt man außerdem die unterschiedlichen Umweltwirkungen wie Förderverluste der Bohrinseln und den Energieaufwand des Transports der Brennstoffe, wird das noch umfassender.

Des Weiteren wird einkalkuliert, dass Sonnenenergie unbegrenzt zur Verfügung steht und Holz, als nachwachsender Rohstoff, das im Holzofen frei gesetzte Kohlendioxid wieder bindet.

Diese Einflussgrößen eingeschlossen, sprechen Fachleute von „Primärenergie“. Bei Gas und Öl werden daher üblicherweise 10 Prozent auf die Endenergie aufgeschlagen, bei Holzpellets hingegen 80 Prozent gutgeschrieben.

Tipp:
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale empfiehlt Verbrauchern daher auf folgende Aspekte zu achten: Die Bestimmungen und Berechnungen für den Erhalt von KfW-Fördermitteln basieren auf dem Primärenergiebedarf.

Das hat zur Folge, dass ein schlecht gedämmtes Haus mit einer Holzheizung ein besseres Ergebnis erzielen kann als ein ansonsten vergleichbares, gut gedämmtes Gebäude mit Gasheizung.

Mehr Informationen gibt es auch online.

Suchbegriffe: EffizienzhausEnergieHeizkostenPrimärenergie

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