Wohnungsknappheit und Preisanstieg bei Immobilien

Wie sehen die Lösungen für Mieter und Eigentümer aus?

27.06.2019

Eine günstige und bezahlbare Wohnung zu finden wird für die meisten Wohnungssuchenden zu einer immer größeren Herausforderung. Das gilt deutschlandweit, und besonders betroffen sind Mieter in großen und beliebten Städten, zu denen auch Hamburg zählt.

Bild: geralt / pixabay

Immobilienpreise steigen bis 2030

Ein Ende dieses Immobillienbooms ist nicht in Sicht. Das bestätigen aktuelle Studien wie die jüngst erschienene Studie der Postbank, nach der die Preise für Immobilien bis 2030 weiter steigen. Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), die im Auftrag der Postbank die Studie erstellt haben, haben Kaufpreise für Immobilien für die Jahre 2018 bis 2030 prognostiziert und kommen zu dem Ergebnis, dass die Immobilienpreise die nächsten 12 Jahre nicht nachlassen.

Ursachenforschung und Lösungsfindung

Was sind die Ursachen für diese Wohnungsknappheit und wie ist sie zugunsten der Mieter und Eigentümer zu lösen? Diese brennende Frage wird zunehmend zu einem Politikum, die soweit geht, dass sogar Wohnungsenteignungen heftig und kontrovers diskutiert werden. Die angespannte Immobilien- und Wohnungssituation ist ein komplexes Problem mit einer Vielzahl von Ursachen, das sich mit der Zeit zugespitzt hat und somit nicht kurzfristig zu lösen sein.

Städte und Zahl der Haushalte wachsen

Das Bevölkerungswachstum der Städte ist sicher eine entscheidende Ursache: Zwischen 2012 und 2017 ist Deutschland jährlich um ca. 620.000 Einwohner gewachsen. Die Hälfte der neuen Einwohner Deutschlands lassen sich in den Großstädten nieder. Berlin ist um 1,4 % p. a. gewachsen, München und Hamburg sind jedes Jahr um 1,1 % gewachsen. Das sind historische Dimensionen, so das Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Allein die Tatsache, dass die Städte an Bewohnern zunehmen, führt zu einer größeren Nachfrage nach Wohnraum. Laut Statistischem Bundesamt 2017 weist Berlin mit einem Plus von 33.500 Einwohnern den höchsten Wanderungssaldo auf, gefolgt von Hamburg mit einem Plus von 18.000 neuen Einwohnern. Hinzu kommt, dass die einzelnen Bewohner mehr Wohnraum beanspruchen und die Zahl der Haushalte steigt. Die Haushaltsgrößen werden kleiner und damit steigt die Anzahl der Haushalte.

Das Statistische Bundesamt geht in einer Haushaltsvorausberechnung bis 2035 von einem Anstieg von ca. 50% der Ein- und Zweipersonen-Haushalte zu Lasten eines Rückgangs von ebenfalls ca. 50% der Drei- und Vierpersonenhaushalte aus. In die Städte ziehen vorwiegend Singles, Berufseinsteiger und Studierende, nicht zuletzt weil Familien sich die steigenden Kaufpreise und Mieten kaum noch leisten können.

Hemmnisse für private Investoren

Das knappe Angebot von Bauland insbesondere in Großstädten sowie der langwierige Weg der Stellung und Genehmigung der Bauanträge sind laut dem Projektentwickler AlsterTerrain Hemmnisse für private Investoren, den dringend benötigten Wohnraum bereit zu stellen. Entspannung könnte der vermehrte Ausbau von Dachgeschossen bringen. Zumindest AlsterTerrain hat so weitere Wohnungen in Hamburg geschaffen und appelliert an alle Immobilienentwickler bzw. Hauseigentümer, dieses Potential weiter zur Entspannung der Wohnsituation zu nutzen.

Das Umland in Betracht ziehen

Der hamburgische Projektentwickler richtet eine weitere Empfehlung, diesmal an junge Familien: Sie sollten sich alternativ im nahen städtischen Umland umschauen, da dort die Mieten und Kaufpreise noch moderat seien.

Das Umland bietet neben niedrigeren Immobilienpreisen in der Regel mehr Natur und Ruhe. Man sollte aber bei der Immobiliensuche im Umland auf gute öffentliche Anbindung an die Stadt durch Nah- bzw. Schienenverkehr sowie Straßenanbindung und öffentliche Infrastruktur achten wie Schulen, Nah- und ärztliche Versorgung.

Die Alster Terrain KG kauft, entwickelt, verwaltet und vermietet Immobilien seit 50 Jahren in Hamburg rund um die beliebte Außenalster und in sonstigen stadtzentrumsnahen Lagen und erlebt den Immobilienboom hautnah. Trotz der regen Neubautätigkeit in Hamburg übersteigt die Nachfrage nach Wohnraum noch bei Weitem das Angebot.

 

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