Neubau

Wohnungen für Menschen und Lebensraum für Tiere

In München-Laim hat die GEWOFAG insgesamt 99 bezahlbare Wohnungen erstellt. Hinzu kommen zwei Kindertagesstätten sowie eine Tiefgarage mit rund 70 Stellplätzen. Beim Projekt wurden von Beginn an auch in der Stadt lebende Tiere berücksichtigt.

Blick von Südwesten auf die neuen GEWOFAG-Gebäude an der Münchener Brantstraße. Foto: Roland Weegen
Blick von Südwesten auf die neuen GEWOFAG-Gebäude an der Münchener Brantstraße. Foto: Roland Weegen

Die fast 100 neuen Wohnungen verteilen sich auf drei fünfgeschossige Gebäude und werden in unterschiedlichen Fördermodellen vermietet. Alle verfügen über einen Balkon oder eine Loggia und sind selbstverständlich barrierefrei. In den zwei Kindertagesstätten können bis zu rund 190 Kinder betreut werden.

Zusammenleben von Mensch und Tier

Eine Besonderheit der neuen Gebäude erläutert Dr. Klaus-Michael Dengler, Sprecher der Geschäftsführung der GEWOFAG: „In Zusammenarbeit mit der TU München, der Universität Kassel und dem Landesbund für Vogelschutz haben wir das Projekt gemäß dem Konzept Animal Aided Design umgesetzt. Dabei werden die Bedürfnisse von in der Stadt lebenden Tieren von Anfang an in die Planung integriert. Konkret geht es in diesem Fall um Haussperlinge, Grünspechte, Zwergfledermäuse und Braunbrustigel. Hier wird mit vielen verschiedenen Maßnahmen dafür gesorgt, dass der Lebensraum für diese Arten trotz Bebauung erhalten bleibt.“

Dies umfasst beispielweise in die Fassade integrierte Bruthöhlen oder Niststeine. Jetzt im Frühjahr werden noch die Außenanlagen der Gebäude fertiggestellt. In diesem Zuge können dann Staubbäder für Haussperlinge, Durchlässe und Überwinterungsquartiere für Igel oder Spechtbäume aus Totholz geschaffen werden. Die Auswahl der verwendeten Pflanzen ist speziell auf den Nahrungsbedarf der Tiere abgestellt. Animal Aided Design bietet zudem die Chance, das Zusammenleben mit Tieren erfahrbar zu machen und in die Umweltbildung einzubeziehen. „Das sind alles Maßnahmen, die uns sehr am Herzen liegen und einen Beitrag zum Artenschutz in der Stadt leisten“, resümiert Dr. Klaus-Michael Dengler.
 

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