Die Befragung zeige klar, dass die zunehmende Platzknappheit in den Städten und der demographische Wandel flexible Wohnformen auf wenig Raum fordern. Die Häuser werden zudem mit neuartigen Technologien ausgestattet sein, die vielfältige Aufgaben für Mieter übernehmen könnten. Dabei werden Nachhaltigkeit, Gesundheitsbewusstsein und Wohlbefinden in den Fokus rücken.
Trend 1: Reduktion und Digitalisierung
Die zunehmende Verstädterung führt dazu, dass in Zukunft mehr Menschen auf weniger Raum leben werden. Dies löst einen Trend zur Reduktion aus. Großräumige Bücherregale werden der Vergangenheit angehören. Updates von Geräten, Filmen, E-Books und Audiodateien oder eine Cloud-Speicherung des digitalen Eigentums werden an der Tagesordnung sein.
Trend 2: Rückkehr zum Mehrgenerationenkonzept
Als Antwort auf den demographischen Wandel werden Eltern, Kinder und Großeltern in den nächsten Jahrzehnten länger und häufiger gemeinsam auf engerem Raum und unter einem Dach leben als bisher gewohnt. Mindestens 40 Prozent der Erwachsenen im Alter von 25 - 44 Jahren gehen davon aus, dass ihre Kinder häufiger als früher über die Volljährigkeit hinaus zuhause wohnen oder später wieder zuhause einziehen werden (alle Befragten: 29%).
Trend 3: Nachhaltigkeit
72 Prozent der Befragten können sich vorstellen, in Zukunft in Häusern zu leben, die ihren Energiebedarf selbst decken. Vorstellbar sind ganze "energie-positive" Wohngegenden, die über Solarzellen Strom erzeugen und ins Netz einspeisen. Im Haus selbst könnte z.B. eine Waschmaschine die Stromerzeugung der eigenen Umdrehungen nutzen und dadurch Energie sparen.
Trend 4: Gesundheitsbewusstsein
Die Wohnung der Zukunft wird einen aktiven Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden leisten. 30 Prozent der Befragten würden es begrüßen, wenn die Beleuchtung sich an ihren Stresspegel anpassen und so einen Beitrag zum individuellen Wohlempfinden leisten würde. Ebenso wird der Einsatz gesundheitsschonender und natürlicher Materialien, Baustoffe und Technologien, die beispielsweise vor Elektrosmog schützen, stark ansteigen.
Fazit: Das Zuhause soll Wohlfühl- und Rückzugsort bleiben. Auf neue Konzepte sollten sich Bauhherren und Vermieter möglichst bald einstellen.
Beauftragt hat die Studie Hiscox, ein Spezialversicherer für Immobilien, Hausrat und Kunstgegenstände. Die Trendforscher von Future Foundation befragten Experten und Trendspotter sowie jeweils 1.000 Männer und Frauen ab 18 Jahren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
Quelle: Hiscox Versicherungen
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