Die meisten Mieter (84 Prozent) geben an, dass die verbesserte Transparenz über den eigenen Verbrauch sie zu einem bewussteren Heizverhalten motiviert. So sind über 70 Prozent der befragten Mieter der Auffassung, dass sie seit dem Start des Modellvorhabens sparsamer mit Heizenergie umgehen. Dieses neue Bewusstsein führt ein Großteil der Mieter auf die monatliche Information zum Heizungsverbrauch und auf die aus ihrer Sicht hohen Energiekosten zurück.
Über 70 Prozent der Mieter wären sogar bereit, Kosten für die Dienstleistung regelmäßige Verbrauchsinformation zu tragen, wenn sie damit ihren Heizungsverbrauch soweit senken können, dass keine zusätzlichen Kosten entstehen.
Heizungsverbrauch sank im Durchschnitt um 12 Prozent
Zugleich verdeutlicht die Umfrage: Innerhalb der Mehrfamilienhäuser, in denen die monatliche Verbrauchsinformation getestet wird, tauschen sich die Mieter über ihren Wärmeverbrauch aus - entsprechend profitieren auch die Nachbarn vom bewussteren Heizverhalten. So sinkt in den Liegenschaften in den Modellregionen der Heizungsverbrauch im Durchschnitt um 12 Prozent. Befragt nach den Maßnahmen, die dabei helfen können, den Heizungsverbrauch zu senken, nennen die Mieter am häufigsten: Informationen zu Einsparmöglichkeiten, die Sanierung des Gebäudes und die Umsetzung eigener geringinvestiver Effizienzmaßnahmen sowie die monatliche Verbrauchsinformation.
Einsparpotenziale sind möglich
In rund zwei Dritteln der an der Umfrage teilnehmenden Miethaushalte belasten die Heizkosten die Haushaltskasse mittel bis stark. Über 80 Prozent der befragten Mieter sind dabei der Meinung, dass Einsparungen im den eigenen vier Wänden möglich sind. Knapp die Hälfte schätzt das Einsparpotenzial auf fünf bis zehn Prozent. Damit liegt das geschätzte Einsparpotenzial sogar noch unter den real gemessenen Verbrauchswerten. Denn wie die bisherigen Ergebnisse des Modellvorhabens zeigen, benötigen Mieter, die monatlich über ihren Heizungsverbrauch informiert wurden, im Durchschnitt 16 Prozent weniger Energie als Mieter, die keine regelmäßige Heizinformation erhalten.
Das Modellvorhaben wurde von der dena und den Projektpartnern im Herbst 2013 in den drei Modellregionen Essen, Berlin und München gestartet und wird im Jahr 2016 fortgesetzt.
Weiterführende Links:
www.dena.de










