Bundesbauordnung: ZIA fordert mehr Mut von der Politik

Unterschiedliche Landesbauordnungen sorgen für zeit- und kostenintensives Planen und Bauen

Die seit 1. Januar 2019 in Nordrhein-Westfalen geltende Novelle der Landesbauordnung begrüßt der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Demnach sind unter anderem künftig geringere Abstände zwischen Wohngebäuden erlaubt und somit Nachverdichtugnen unproblematischer. Jetzt müsse aber deutschlandweit nachgelegt werden, denn 16 unterschiedliche Landesbauordnungen sorgen für zeit- und kostenintensives Planen und Bauen und schaffen Unsicherheiten bei Investoren und Entwicklern.

Mit Fertigmodulen gehts schneller. FOTO: Pixelio/Lizzy Tewordt
Mit Fertigmodulen gehts schneller. FOTO: Pixelio/Lizzy Tewordt

„Die Anpassung in NRW ist ein guter Ansatz, weil hierdurch die dringend benötigte Nachverdichtung möglich wird“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA. "Wir brauchen endlich eine bundesweit geltende einheitliche Bauordnung. Dies würde sich sehr positiv auf die seit Jahren gestiegenen Baukosten auswirken.“

Ein entscheidendes Instrument für die Bundesbauordnung sei dabei die verbindliche Festlegung bestimmter technischer Anforderungen. „Die Vielfalt der Landesbauordnung ist auch eines der größten Hindernisse bei der deutschlandweiten Anwendung einmal genehmigter Typen“, so Mattner.

„Dabei geht es nicht nur um die dringend benötigten Wohnimmobilien, sondern auch um die Schaffung von Planungs- und Baukapazitäten bei Büro- und Logistikimmobilien. Die kostensparenden Vorteile des seriellen Bauens würden so effizient nutzbar zur Geltung kommen. Angesichts der vielerorts angespannten Immobilienmärkte sollte das Ziel einer einheitlichen Bundesbauordnung auch politisch mit aller Kraft verfolgt werden.“

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