Die Fassadenbegrünung lässt sich grundsätzlich in zwei Systeme unterteilen.
Bodengebunden: Hier werden Kletterpflanzen eingesetzt, die im Boden wurzeln und in luftige Höhen wachsen. Selbstklimmer wie Efeu, wilder Wein oder Kletterhortensien halten sich mit Haftfüßen direkt an der Fassade und können teils, beispielsweise durch ein Seilsystem, gelenkt werden. Rank- oder Schlingpflanzen wie Wildreben, Rankwein, Prunkwinde oder Geißblätter hingegen sind immer auf eine Kletterhilfe angewiesen. Die Statik des Gebäudes verursacht hier selten Probleme, die nachträgliche Bepflanzung in der Erde kann aber zum Beispiel an Auflagen hinsichtlich der Gehwegbreiten scheitern.
Herstellungskosten laut BUGG: ca. 120 bis 300 Euro pro Quadratmeter (Richtwerte)
Wandgebunden: Solche Systeme benötigen keinen Bodenanschluss und eignen sich daher besonders gut für enge innerstädtische Bereiche. Die Begrünung entfaltet ihren vollen Effekt sofort und eröffnet mit einem breiten Spektrum an einsetzbaren Stauden, Gräsern und Farnen große gestalterische Spielräume – sogar Ornamente oder Firmenlogos sind möglich. Die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen erfolgt über eine intelligente Anlage. Der Aufwand für Pflege und Wartung der komplexeren Bewässerungstechnik sowie die Herstellungskosten sind allerdings höher als bei bodengebundenen Begrünungen.
Herstellungskosten laut BUGG: ca. 500 bis 1.200 Euro pro Quadratmeter (Richtwerte).
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