Was steckt hinter Shareconomy?

Vertreter der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften beleuchten den aktuellen Trend und zeigen, wo Potenziale und Gefahren liegen.

Frank Seeger, Vorstandsmitglied Arbeitskreis Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V., führte durch die Veranstaltung. Foto: Arbeitskreis Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V./Jochen Quast
Frank Seeger, Vorstandsmitglied Arbeitskreis Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V., führte durch die Veranstaltung. Foto: Arbeitskreis Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V./Jochen Quast

Teilen statt Haben! Zugang statt Besitz! Das vermeintlich neue Prinzip ist Schlagwort der Stunde. Doch was steckt dahinter? Die Idee, den Mehrwert zu erhöhen, indem man miteinander teilt, ist nicht neu. Im Gegenteil: Es ist das Grundprinzip der Wohnungsbaugenossenschaften.

Schon seit 150 Jahren ist ihr Ziel, die wirtschaftliche und soziale Förderung ihrer Mitglieder durch einen gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb.

Im Rahmen der Veranstaltung „Genossenschaften im Gespräch“ hat sich der Arbeitskreis Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. am 01. Dezember 2014 mit Vertretern der Shareconomy ausgetauscht.

Jana Tepe, Gründerin der Job-Sharing-Plattform TANDEMPLOY, Paul Gerlach, Autor, und Cris Ludwig, Berater der Crowdfunding-Community Startnext, beleuchteten das Thema vielfältig – und zeigten Potenziale auf, das Leben in der Stadt der Zukunft zu verändern.

„Der Grundgedanke ,Wohlstand durch Teilen erhöhen‘ eint Genossenschaften mit den Ideen der Shareconomy“, erklärt Frank Seeger, Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. Dennoch zieht der neue Trend auch negative Entwicklungen mit sich.

Das Makler-Modell von digitalen Tausch- und Leihbörsen macht vor allem die Plattformen zu Nutznießern. „Die Ausprägung der Shareconomy hin zum Profit der Mittler ist nicht mit dem Genossenschaftsgedanken vereinbar“, erläutert Seeger weiter.

Dennoch hat die Shareconomy aus Sicht der Genossenschaften, interessante Geschäftsmodelle und Ideen einer neuen Generation von Marktteilnehmern hervorgebracht. „Viele Ansätze, etwa Job-Sharing oder Crowdfunding sind auch für die Genossenschaften interessant. Diese zu definieren und in unsere traditionellen Geschäftsmodelle zu implementieren wird Aufgabe der Zukunft sein“, so Seeger abschließend.

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