Wachstum, Beschäftigung und Nachwuchssorgen

Attraktive Jobs in der Immobilienbranche

23.10.2019

Die Immobilienbranche freut sich über gute Umsätze. Alleine Immobilienmakler machten 2017 einen Rekordumsatz von 8,5 Millionen Euro. Hausverwaltungen machten im Jahr 2017 mehr als elf Milliarden Euro Umsatz. In der Verwaltung stieg die Zahl der Beschäftigten laut Statistischem Bundesamt von rund 67.400 auf 112.400. Das bedeutet: Die Chance einen attraktiven Job in diesem Segment zu bekommen, stehen gut.

Makler, Verwalter, GUtachter - die Immobilienbranche bietet vielfältige Aufgabengebiete. FOTO: ADOBESTOCK/R.KESCHKE

Immobilienbranche: Gute Zukunftsaussichten und attraktive Jobs

Allerdings bringt das schnelle Wachstum in der Immobilienbranche auch Probleme mit sich. Immer mehr Unternehmen sehen den Fachkräftemangel als größtes Risiko für das zukünftige Wachstum. Viele Immobilien- und Maklerunternehmen reagieren auf den verstärkten Wettbewerb um gute Mitarbeiter mit einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Branche. Denn, Bewerber wünschen sich neben angemessener Bezahlung auch ein interessantes Aufgabengebiet, Wertschätzung und ein gutes Arbeitsklima.

Ausscheiden nach Probezeit und Probleme bei der Integration

Neben praktischen Dingen, wie Lohn, Urlaub oder Dienstwagen, legen viele Mitarbeiter einen hohen Wert auf zwischenmenschliche Aspekte. Die mittelständisch geprägte Immobilienwirtschaft kann in diesen Bereichen häufig beim Nachwuchs punkten. Dennoch zieht es nach einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte junge Menschen bevorzugt zu großen und bekannten Unternehmen. Die Immobilienbranche bildet hierbei keine Ausnahme.

Die Problematik verschärft sich durch teils stark abweichende Vorstellungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Aus einer bundesweiten Studie der Haufe Group zum Thema Onboarding geht hervor, dass ein Drittel aller neuen Mitarbeiter in der Immobilienbranche während der Probezeit ausscheidet. Ungefähr die Hälfte der befragten Unternehmen gab zudem an, Probleme bei der Integration neuer Mitarbeiter zu haben.

Moderne Ausstattung bereitstellen und transparent kommunizieren

Um Frust und hohe Kosten zu vermeiden sollten Unternehmen gegenüber neuen Arbeitnehmern vor allem transparent kommunizieren und ein realistisches Bild von der Arbeitsumgebung vermitteln, einen modernen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen sowie flexible Arbeitszeitmodelle anbieten. Auch die IT-Infrastruktur sollte aktuellen Standards entsprechen.

Interessantes Berufsbild:  Immobilienbewerter

Für den Nachwuchs bietet die Branche eine Vielzahl interessanter Berufsbilder. Neben den traditionellen Berufen als Immobilienmakler oder -verwalter gibt es auch das Tätigkeitsfeld Immobilienbewertung. Hier spezialisiert man sich auf das Erstellen von Verkehrswertgutachten. Die Bewertung von Wohnimmobilien, Grundstücken, Gewerbeimmobilien, aber auch Sonderimmobilien, wie Hotels, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtugnen oder Einkaufszentren erfordern nicht nur eine hohe Expertise, sondern ist auch für die Gutachter teils ein herausforderndes Projekt.

Quelle: HEID Immobilienbewertung

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Suchbegriffe: KarriereNachwuchskräftemangel

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