Digitalisierung

Bauwens und Sensorberg entwickeln 110 digitalisierte Apartments

11.04.2019

Bauwens und das Berliner PropTech Sensorberg setzen mit dem Gleis Park in Berlin erstmals gemeinsam ein innovatives Wohnprojekt um. Das Ensemble entsteht am Schöneberger Ufer direkt am Park am Gleisdreieck im Stadtbezirk Kreuzberg. Insgesamt entwickelt Bauwens dort 178 neue Miet- und Eigentumswohnungen sowie voll möblierte Apartments.

Eine Visualisierung des Neubau am Park des Gleisdreiecks. Überbaut wurde ein Parkplatz
Ein Teil des Parkhauses am Gleisdreieck wird zu 178 urbanen Wohnungen. BILD: BAUWENS

Ein bestehendes Parkhaus wurde dafür bereits teilweise zurückgebaut. Dadurch wurde Platz für insgesamt rund 11.400 m2 neue Wohnfläche geschaffen. 110 der Wohneinheiten werden dabei mit umfassender Smart-Home-Technologie von Sensorberg ausgestattet.

Updatefähige Immobilien

Baubeginn für das neue Wohnensemble war im Oktober 2017. Auf der durch den Teilabriss des Parkhauses frei gewordenen Fläche entstehen insgesamt vier Wohnhäuser mit 68 Eigentumswohnungen und 110 Mietwohnungen, davon 76 voll möblierte Apartments. Die ersten Bewohner sollen Ende 2019 einziehen. Aktuell läuft der Innenausbau. In diesem Rahmen stattet das auf die Digitalisierung von Wohn- und Büroimmobilien spezialisierte PropTech Sensorberg die 110 Mietwohnungen mit einer speziellen digitalen Infrastruktur aus.

Installation von Access Hubs

An den Eingangstüren zu den Gebäuden und an allen Türen werden zur Steuerung von Zugang und Smart-Home-Elementen sogenannte Access Hubs – spezielle Kontakt- und Verbindungspunkte – installiert. Via Smartphone können die Mieter dann künftig die Gebäude und ihre Wohnungen betreten. Die dafür notwendigen Zugangsberechtigungen werden verschlüsselt auf den jeweiligen Endgeräten gespeichert.

Über die von einem PropTech entwickelte App Living25, die Bauwens als erster Kunde im Gleis Park einsetzt, können die Bewohner zudem beispielsweise Licht, Fußbodenheizung oder auch Jalousien steuern. Der Energieverbrauch kann in Echtzeit nachvollzogen werden. Via Smartphone lassen sich Strom-, Wasser- und Wärmeverbrauch auf der Basis gezielt regulieren. In den Kellergeschossen stehen den Bewohnern darüber hinaus zahlreiche digital anmietbare Stauflächen zur Verfügung. Über die App können sie zudem Extra-Services wie die Nutzung von Waschmaschinen und Trocknern hinzubuchen. Die Daten bleiben dank autarker Systeme beim Nutzer.

Wie sieht's aus mit dem Schutz der Daten?

Ein entscheidendes Thema bei der Digitalisierung sei die Datensicherheit. Sensorberg-CEO Michael von Roeder: „Der Schutz der Daten ist für uns zentral. Jede Wohnung verfügt über ein autarkes digitales System. Die jeweiligen Daten bleiben also beim Nutzer. Nur in absoluten Ausnahmefällen erhalten beispielsweise der Vermieter oder aber Wartungsfirmen darauf Zugriff und das natürlich auch nur, wenn der Nutzer zustimmt.“

Neben den Mietern profitiert auch der Vermieter von der Digitalisierung der Wohnhäuser. So lassen sich etwa die Buchung von Extra-Services zentral steuern und die Gebäude durch das komplett digitalisierte Mietermanagement effizienter verwalten.

Architektur. Geschwungene Balkone verleihen dem Gebäude Dynamik

Der Neubau, der nach den Plänen von KSP Jürgen Engel Architekten aus Berlin errichtet wird, ergänzt den westlichen Teil des Parkhauses am Gleisdreieck. Durch so genannte Lichthöfe wird er dabei vom Bestand abgerückt. Diese begrünten Höfe, die zwischen Wohnkomplex und Parkhaus liegen, sorgen für eine optimale Belichtung und Belüftung der einzelnen Wohnungen. Alle Wohneinheiten des insgesamt 185 Meter langen Komplexes verfügen über einen Blick in Richtung Park. Markante, geschwungene Balkone erweitern die Wohnungen nach außen und verleihen dem Gebäude Dynamik. Neben dem Bau der vier Wohnhäuser wird parallel der nicht abgebrochene Teil des Parkhauses modernisiert. 730 Stellplätze bleiben erhalten. Grünfläche muss für den neuen Gleis Park nicht weichen.

Suchbegriffe: BerlinDigitalisierungGleisdreieckSmart Home

Weitere Artikel

                                                                                                                                                               

In der aktuellen IVV lesen Sie:

Steuerlicher Anreiz für mehr Werkswohnungen
Die Wiederentdeckung der Werkswohnung