BBU-ZukunftsAward2017: Kooperationen fördern das Zusammenleben in den Wohnquartieren

06.03.2017

Kommunale Wohnungsunternehmen und Genossenschaften bauen und modernisieren − aber sie sorgen auch für sozialen Zusammenhalt, fördern aktive Nachbarschaften und die Lebensqualität in Quartieren. Das funktioniert am besten in Kooperation mit Bürgerinitiativen, Vereinen und sozialen Einrichtungen.

Ein Gruppe kleiner Mädchen macht mit den Armen eine Ballettfigur.
Tanzprojekt der Gesobau mit dem Staatsballett Berlin. Foto: Gesobau AG

Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) widmet daher den „ZukunftsAward 2017“ bemerkenswerten Kooperationsprojekten der Wohnungsbaugesellschafteen und -genossenschaften. Die Preisverleihungen finden am 6. und 7. März im Rahmen der 12. BBU-Tage in Bad Saarow statt. Am ersten Tag wird der Preis an Genossenschaften überreicht, am zweiten Tag an Wohnungsbaugesellschaften.

In der Kategorie „Genossenschaften“ hat die Jury zwei erste Preise, jedoch keinen zweiten Preis vergeben.

1. Platz: Wohnungsgenossenschaft Marzahner Tor eG
Kooperation mit dem Kinder- und Jugendzirkus CABUWAZI

Der erstplatzierte Beitrag zeichnet das kreative Engagement der Genossenschaft Marzahner Tor eG für starke Nachbarschaften aus. Die langjährige aktive Jugendarbeit durch Kooperation mit dem Kinder- und Jugendzirkus CABUWAZI bewährt sich bereits seit 2008 und stärkt das Kulturleben vor Ort. So bietet der Zirkus aktuell Angebote für über 600 Marzahner Kinder und Jugendliche, zudem gibt er Ferienworkshops für Kinder von Genossenschaftsmitgliedern und tritt bei den Mieterfesten auf.

1. Platz: Wohnungsgenossenschaft Einheit eG Bernau
„Mittendrin statt ausgegrenzt“ – Inklusionswohnen in der Innenstadt

Ebenfalls erstplatziert wurde das Projekt der Wohnungsgenossenschaft „Einheit“ eG Bernau, die in einem zuvor für den Abriss vorgesehenen, von der Genossenschaft übernommenen und dann aufwändig denkmalgerecht sanierten Gebäude in Bernaus Innenstadt 18 bezahlbare Wohnungen für Menschen mit Behinderungen geschaffen hat. Die professionelle Kooperation mit der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal vermittelt gezielte Hilfen zur Haushaltsführung und bietet zudem Maßnahmen zur Freizeitgestaltung, unter anderem Mal- und Zeichenkurse.

3. Platz: Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG
„Gute Nachbarschaft“ – Mieter-Vernetzung in der Siedlung Schillerpark

Mit dem dritten Preis zeichnet die Jury die in Kooperation mit dem Verein „Freunde alter Menschen e.V. (FAM)“ geplante Einführung einer sozialen Internet-Plattform zur Organisation von nachbarschaftlichem Engagement aus. In einem Modellvorhaben in der Siedlung Schillerpark vernetzen sich hierbei Alteingesessene mit jüngeren Bewohnern auf einfache Weise – in Ergänzung zu den bereits bestehenden Betreuungsstrukturen im Kiez. Die niedrigschwelligen und individuellen Aktivitäten wie Spaziergänge oder Einkäufe, die über die Plattform verabredet werden können, ermöglichen es sowohl jüngeren als auch älteren Mieterinnen und Mietern ihre Nachbarschaftskompetenz einzubringen.

Am 7. März 2017 stellen wir an dieser Stelle die Sieger des BBU-ZukunftsAward 2017 in der Kategorie „Gesellschaften“ vor.

Suchbegriffe: BBUBBU-ZukunftsAward2017GenossenschaftNachbarnNachbarschaft

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