Lebensabend in der eigenen Wohnung

Checklisten und Tipps für pflegegerechte und individuelle Wohnkonzepte

Im Projekt „Alles unter einem Dach – Das Döbelner Modell“ wurden Wohnformen für pflege- und betreuungsbedürftige Menschen untersucht. Ziel war es Modelle für die Praxis zu entwickeln. Jetzt ist ein "Handlungsleitfaden für pflegegerechte und individuelle Wohnkonzepte“ erschienen, der  Checklisten und Tipps für Vermieter bietet, die ihren Mietern ein möglichst langes, selbstbestimmtes Wohnen ermöglichen wollen.

Flyer des Modellprojektes „Alles unter einem Dach – Das Döbelner Modell“ unter der Leitung der Wohnungsgenossenschaft „Fortschritt“ Döbeln eG (WGF Döbeln) und den dazugehörigen Projekt- und Transferpartner. Pünktlich zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai 2018 erschien die Abschlusspublikation „Handlungsleitfaden für pflegegerechte und individuelle Wohnkonzepte“.
Flyer des Modellprojektes „Alles unter einem Dach – Das Döbelner Modell“ unter der Leitung der Wohnungsgenossenschaft „Fortschritt“ Döbeln eG (WGF Döbeln) und den dazugehörigen Projekt- und Transferpartner. Pünktlich zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai 2018 erschien die Abschlusspublikation „Handlungsleitfaden für pflegegerechte und individuelle Wohnkonzepte“.

Ziel des Projektes war es, wissenschaftlich gestützte Wohnformen für pflege- und betreuungsbedürftige Menschen innerhalb der Wohnungsgenossenschaft „Fortschritt“ Döbeln eG (WGF Döbeln/ Tghüringen) als Modelle guter Praxis zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren. Hierfür wurden Wohnkonzepte für pflege- und betreuungsbedürftige Menschen entwickelt, weiterentwickelt und umgesetzt, die ihren Nutzerinnen und Nutzern ein weitgehend selbstbestimmtes Wohnen bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit ermöglichen und die dabei den Anforderungen an Nutzerorientierung, Qualität der Versorgung, Wirtschaftlichkeit, Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit gerecht werden.

In der Musterwohnung in der Käthe-Kollwitz-Straße 17 wurden größtmögliche barrierearme Veränderungen des Grundrisses vorgenommen. Durch die gezielte Umsetzung eines Farb-, Sicherheits- und Lichtkonzeptes wurde auf die Förderung der Wahrnehmungen sowie auf eine gezielte Raumnutzung für Menschen mit einer Beeinträchtigung der Sinne geachtet. Ein gemütliches Zusammenleben mit mehr Bewegungsraum und verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten wurde durch eine offene Küche mit Kochinsel im Wohnzimmer erzielt.

Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit

Die fachliche Begleitung des Projektes erfolgte durch das Forschungs- und Beratungsinstitut Arbeit, Technik und Bildung gGmbH (ATB) aus Chemnitz, dessen Kompetenzen u. a. auf dem Gebiet der Dienstleistungsforschung und -entwicklung im Kontext demografischer Veränderungen und eines selbstbestimmten Lebens im Alter liegen.

Der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) unterstützte das Projekt it Blick auf die Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit. Zum Abschluss des Projektes wurde die Publikation „Handlungsleitfaden für pflegegerechte und individuelle Wohnkonzepte“ veröffentlicht, die Hintergrundinformationen, Checklisten und Tipps zur Vorgehensweise für Vermieter bietet, die ebenfalls ihren Mietern ein möglichst langes, selbstbestimmtes Wohnen ermöglichen wollen.

Die Broschüre steht zum Download unter www.vswg.de/publikationen/ zur Verfügung
(PDF, 0,5 MB, Suche "Handlungsleitfaden für pflegegerechte und individuelle Wohnkonzepte").

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