Gebäudesanierung

Dämm-Maßnahmen und grüne Dächer sorgen für gutes Klima

Das Bundeskabinett hat letzte Woche die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen ab 1. Januar 2020 beschlossen. Das Programm könnte jetzt ein wirklicher Anreiz für Eigentümer sein, notwendige energetischen Sanierungen in naher Zukunft vorzunehmen. Es wird vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) ausdrücklich begrüßt.

Haus mit Garten auf dem Dach in Wittenberge. Grüne Dächer tragen zum Klimaschutz bei. Fotolia/Rico K.
Haus mit Garten auf dem Dach in Wittenberge. Grüne Dächer tragen zum Klimaschutz bei. Fotolia/Rico K.

"Dachdecker und Dachdeckerinnen tragen mit Dämm-Maßnahmen an Dächern und Fassade viel dazu bei, Energie einzusparen. Damit hilft das Dachdeckerhandwerk beim Erreichen der Klimaziele", sagte ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk.

Ein echter steuerlicher Vorteil zu Gunsten des Klimaschutzes

Mit dem vorgesehenen Steuerabzug von 20 Prozent der Kosten je Einzelmaßnahme und bis zu 40.000 Euro pro Objekt, sei das Programm ein wirklicher Anreiz für Eigentümer, notwendige energetischen Sanierungen in naher Zukunft vorzunehmen.

Bei selbstgenutztem Eigentum soll die steuerliche Förderung bei energetischen Sanierungen ab 2020 in Ergänzung zur bereits bestehenden Förderung eingeführt werden. Durch einen Abzug von der Steuerschuld wird gewährleistet, dass Gebäudebesitzer aller Einkommensklassen gleichermaßen profitieren. Gefördert werden alternativ zu bisherigen Förderprogrammen auch Einzelmaßnahmen, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als förderwürdig eingestuft werden. Dazu zählen zum Beispiel der Einbau neuer Fenster sowie das Dämmen von Dächern und Außenwänden. Wer beispielsweise alte Fenster durch moderne Wärmeschutzfenster ersetzt, kann seine Steuerschuld – verteilt über 3 Jahre – um 20 % der Kosten mindern.

Besseres Klima dank begrünter Dächer

„Auch durch das Anlegen von begrünten Dächern sorgen Dachdecker und Dachdeckerinnen für gutes Klima, reduzieren vor allem in Ballungsräumen die Belastung durch Stickoxid, Kohlenmonoxid und Feinstaub. Und, was viele nicht wissen: Durch Gründächer wird auch Energie eingespart. Außerdem fördern bepflanzte Dächer die biologische Vielfalt und tragen in den zunehmend heißen Sommern zur Abkühlung bei.“ Und nicht zuletzt halte ein Dach bei guter Bauweise gut und gerne 30 Jahre und länger, also punkte man auch beim Thema Nachhaltigkeit, ergänzt ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk.

Der Verbandschef mahnt jedoch, Bund und Länder müssten nun zügig abstimmen, damit Planungssicherheit für Betriebe und Hauseigentümer geschaffen würden.

Weiterlesen:
Vorurteile gegen energetische Sanierung abbauen
Steuerliche Förderungen könnten Anreiz für energetische Gebäudesanierung sein
Ab aufs Dach – Gründächer beleben urbane Räume
Stadtquartiere kühlen durch Verdunstung

Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030 (externer Link zu einem PDF)

Weiterführende Links:
https://dachdecker.org

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) schreibt vor, dass zu Prozessen, bei denen personenbezogene Daten verarbeitet werden, der Verantwortliche Verfahrensverzeichnis führen muss. Insbesondere bei einer Prüfung durch die Datenschutzbehörden muss der Verantwortliche...
Printer Friendly, PDF & Email
Frei
Bild Teaser
Die Entwicklung des Bauüberhangs 2010 bis 2020
Body Teil 1
Das Jahr 2010 brachte 140.096 fertiggestellte Wohnungen. Der Bauüberhang lag schon bei 334.376 Wohnungen. Definiert wird der Bauüberhang als Stand das
Sozialwohnungen in Erfurt
Die Wohngroup GmbH schafft bezahlbaren Wohnraum im Erfurter Norden: Als Teil der Quartiersentwicklung Europakarree II errichtet sie 54 mietpreisgebundene Wohnungen, die dem sozialen Wohnungsmarkt für...
Diskussion Klimaschutz und Neubaustandards
Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, veranstaltete den Tag der Immobilienwirtschaft 2021 am 24.6. live im ZIA-Hauptstadtstudio. Zu Gast waren Armin Laschet...
Frei
Bild Teaser
Editorial
Body Teil 1
Der Bausektor verschlingt in Deutschland rund 60 Prozent der natürlichen Ressourcen und verursacht 50 Prozent des gesamten Abfalls. Wie kurzsichtig