Kommunikation mit Mietern

Einladung zum Schlichtungsgespräch besser annehmen

Wenn es in einem Mietshaus zu Streitereien kommt, dann arrangiert die Verwaltung oder der Eigentümer  manchmal ein Gespräch zur Schlichtung. Das sollte man als Betroffener nicht einfach schwänzen, sonst riskiert man die ordentliche Kündigung des Mietvertrages.

LBS Infodienst Recht und Steuern
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Im vorliegenden Fall warfen sich mehrere Parteien in einem Mietshaus gegenseitig vor, ständig Lärm zu verursachen. Daraufhin entschloss sich die Vermieterin, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um eine gemeinsame Lösung zu finden.

Verletzung vertragliche Pflichten

Doch einer der Nachbarn, gegen den sich die Vorwürfe richteten, verweigerte die Teilnahme. Als Konsequenz wurde ihm die ordentliche Kündigung ausgesprochen und schließlich die Räumung beantragt. Die Begründung: Sein Verhalten stelle eine nicht unerhebliche Verletzung der vertraglichen Pflichten dar.

Urteil Amtsgericht Augsburg, Aktenzeichen 25 C 974/16

Das zuständige Amtsgericht vertrat die Rechtsmeinung der Vermieterin. Wer sich in einer solch verfahrenen Situation ohne nachvollziehbare Gründe der Aussprache und damit dem Austausch der Argumente verweigere, der verdeutliche dadurch, dass er kein Interesse an einer Entspannung habe. „Abgerundet“ werde das unangemessene Verhalten dieses Mieters durch seine Weigerung, sich an der Hausordnung zu beteiligen, und durch eine unpünktliche Mietzahlung.

Quelle: LBS Infodienst Recht und Steuern

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