Energieeffizient und kommunikativ - So bauen Senioren

02.08.2016

Die Wohnungsgenossenschat "LiNA - Leben in der Nachbarschaft" baut in Haltern am See ein Haus für 20 Mietparteien und eine Gemeinschaftswohnung. Das Besondere: Alle Genonssen sind Senioren, das Wohnprojekt soll viele soziale Kontakte ermöglichen. Gleichzeitig wird das Haus als KfW-Effizienzhaus 40 hochgezogen und erhält dafür Mittel aus den Förderprogrammen progress.nrw..

Gemeinschaftlich und grün wohnen: Bauprojekt LiNA Haltern am See. BILD: SCHMIDTplanung Architekturbüro

Der Verein, der jetzt eine Genossenschaft ist, wurde 2013 gegründet. Die Mitglieder erfüllen sich mit dem Bauprojekt den Traum von einem Neuanfang: Barrierearmes Wohnen in guter Nachbarschaft, möglichst lange eigenständig in den neuen vier Wänden wohnen und mit Mitstreitern und zukünftigen Nachbarn der Vereinsamung entgegenwirken.

Es entstehen je zur Hälfte frei finanzierte und geförderte Wohneinheiten für  mittlere   Einkommen (Wohnberechtigungsschein B) in unterschiedlichen Größen. Angesichts  sinkender Renten  war es auch ein Anliegen, das Gebäude im Passivhausstandard zu errichten, um die Heizkosten niedrig zu halten.

Höhere Energieeffizienz verspricht geringere Nebenkosten
Als KfW-Effizienzhaus 40 verbraucht es 60 Prozent weniger Energie als ein Standard-Neubau (KfW 100). Gleichzeitig ist auch der Transmissionswärmeverlust sehr gering: Der Grad der Wärme, der an die Umwelt abgegeben werden darf, liegt hier bei maximal
55 Prozent. Um dies zu erreichen, plante die Firma STF Energy eine besonders effiziente Dämmung und Verglasung. Beim Energiesparen helfen zudem eine solarthermische Anlage zur Warmwasseraufbereitung und eine Photovoltaikanlage.

Der Hofraum ist wegen seiner zentralen Lage als multifunktionale Fläche für gemeinschaftliche Treffen vorgesehen. Ein Gemeinschaftsraum grenzt an die Hoffläche an und soll vielfältige soziale  Kontakte ermöglichen und der Vereinsamung im Alter entgegen wirken.

Das  Grundstück am Hennewiger Weg in Haltern am See in zentraler Innenstadtlage zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Erschließung  aus. In  350 m Entfernung liegt der Zugang zur Fußgängerzone der  Stadt. Unmittelbar am Beginn dieser Zone liegen verschiedene Geschäfte der Nahversorgung, Arztpraxen, eine Apotheke und die Stadtbücherei.

Wer Mitglied werden möchte, muss ein Eintrittsgeld in Höhe von 100 Euro zahlen und mindestens einen Genossenschaftsanteil (500 Euro) erwerben. Um Einzuziehen fallen weitere Genossenschaftsanteile an. Wer in dem Haus wohnen will, muss zudem Mitglied im Verein LiNa werden.

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