Aktuelle Umfrage von Haus & Grund

Nur jeder zehnte private Vermieter erhöht Miete regelmäßig

Der Eigentümerverband Haus & Grund hat seine Mitglieder zur Wirtschaftlichkeit des privaten Vermietungsgeschäfts befragt. Die zentrale Botschaft, die Verbandspräsident Kai Warnecke damit aussendet, lautet: Private Vermieter handeln in sozialer Verantwortung gegenüber ihren Mietern.

Mehr als 60 Prozent aller Mietwohnungen werden von privaten Kleinvermietern gehalten. Fast ein Drittel von ihnen gibt an, die Mieteinnahmen würden gerade mal die laufenden Kosten decken. Foto: Adobestock/Wolfilser
Mehr als 60 Prozent aller Mietwohnungen werden von privaten Kleinvermietern gehalten. Fast ein Drittel von ihnen gibt an, die Mieteinnahmen würden gerade mal die laufenden Kosten decken. Foto: Adobestock/Wolfilser

Die deutsche Wohnungswirtschaft, das sind nicht nur Immobilienkonzerne, Genossenschaften oder kommunale Unternehmen. Im Gegenteil: Private Immobilieneigentümer verfügen laut Haus & Grund-Statistik über 80,6 Prozent aller Wohnungen in Deutschland; private Kleinvermieter bieten 63,5 Prozent aller Mietwohnungen und knapp 30 Prozent aller Sozialwohnungen an.

Die zentralen Ergebnisse der Befragung im Überblick:

  • Ein Viertel der Befragten verfüge über ein bis zwei vermietete Wohneinheiten. 56,3 Prozent vermieten maximal fünf Wohneinheiten. Zwei Drittel erzielten damit jährlich weniger als 30.000 Euro an Mieteinnahmen – bei der Hälfte liege der Betrag sogar unter 20.000 Euro. Die Mieteinnahmen – von den Ausgaben und Steuern noch abgezogen werden – stellten oft einen Beitrag zur Altersvorsorge dar.
  • Bei Berücksichtigung notwendiger vermietungsbedingter Ausgaben geben 31,8 Prozent an, dass die Einnahmen gerade die laufenden Ausgaben deckten. Bei 13 Prozent der Befragten lägen die Ausgaben sogar über den Einnahmen.
  • Über 60 Prozent der Befragten verzichte über Jahre auf Mieterhöhungen oder passe sie alle drei bis fünf Jahre nur moderat an. Sieben Prozent gaben an, in laufenden Mietverhältnissen nie die Miete zu erhöhen. Nur jeder zehnte Vermieter passe regelmäßig mit der Marktentwicklung seine Mieten an.
  • Rund 40 Prozent der Befragten planten Investitionen in energetische Maßnahmen – die sie meist aus Eigenmitteln finanzieren wollen. Gleichzeitig benennen viele gravierende Hemmnisse: 64,7 Prozent sehen eine fehlende Rentabilität, 35 Prozent verweisen auf komplizierte Anforderungen im Mietrecht und 30,2 Prozent auf bürokratische Hürden.
  • Die Auswertung zur kommunalen Wärmeplanung zeige: Nur 8,2 Prozent der Befragten wissen von einer entsprechenden Planung in ihrer Kommune. Knapp zwei Drittel geben an, dass diese bislang keinerlei Einfluss auf Investitionen hatte.

Die Vermieterbefragung 2025 wurde von Haus & Grund Deutschland als Online-Erhebung vom 16. Dezember 2024 bis 17. März 2025 eigenständig durchgeführt. Alle 945.000 Mitglieder des Verbandes wurden zur Teilnahme eingeladen; insgesamt beteiligten sich über 9.000 Mitglieder.

Verbandspräsident Kai-Warnecke kommentiert die Umfrageergebnisse mit den Worten:

Privatvermieter stehen für soziales Wohnen. Sie handeln verantwortungsvoll, investieren aus eigener Tasche und sichern damit bezahlbaren Wohnraum in Deutschland.“

Redaktion (allg.)

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