„Neue Gartenstadt Falkenberg“ in Berlin

Alle Wärmepumpen werden per Internet überwacht

Wer heute anspruchsvoll baut, setzt auf eine umweltgerechte Heiztechnik mit Zukunftsperspektiven. Die digitale Anbindung ermöglicht es, Wärmepumpen besonders effizient und klimafreundlich zu betreiben.
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Christian Ehret (vorne) von der Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG sowie Stiebel Eltron-Experte Patrick Faika mit einem iPad, das alle Infos und Daten der hier ein-gesetzten Erdreich-Wärmepumpe zeigt. Bild: Stiebel Eltron
Christian Ehret (vorne) von der Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG sowie Stiebel Eltron-Experte Patrick Faika mit einem iPad, das alle Infos und Daten der hier ein-gesetzten Erdreich-Wärmepumpe zeigt. Bild: Stiebel Eltron

Stiebel Eltron hat hierzu die Lösung: Über das Internet-Service-Gate-way (ISG) lassen sich die Wärmepumpen des Herstellers besonders komfortabel und einfach bedienen und überwachen. Die daraus resultierenden Vorteile hat die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG erkannt: Im zweiten Bauabschnitt der Siedlung „Neue Gartenstadt Falkenberg“ ließ sie zwölf Wärmepumpenanlagen von Stiebel Eltron mit je einem ISG installieren. „Wichtig ist uns vor allem die Sicherheit, im Störfall schnell handeln zu können“, erklärt Christian Ehret, Haustechniker der Wohnungsgenossenschaft.

Die rund 100 Jahre alte Gartenstadt Falkenberg zählt mit ihrer durchdachten räumlichen Gliederung und der abwechslungsreichen Gestaltung von Häusern, Straßen und Plätzen zum Unesco-Weltkulturerbe. Seit mehr als einem Jahrzehnt wird die Siedlung schrittweise erweitert. Dabei achten die Stadtplaner streng darauf, historische, gestalterische und soziologische Ansprüche in die heutige Zeit zu übertragen. Diesen Herausforderungen werden beim Haustechnikkonzept leistungsstarke Erdreich-Wärmepumpen von Stiebel Eltron gerecht. Bereits im ersten Bauabschnitt, bestehend aus sieben mehrgeschossigen Wohngebäuden mit 59 Wohnungen und einer Kindertagesstätte, vertraute die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft 1892 eG auf Stiebel Eltron Erdreich-Wärmepumpen zur Beheizung und passiven Gebäudekühlung.

Im zweiten Bauabschnitt der „Neuen Gartenstadt Falkenberg“ kam die umweltfreundliche Technologie des Holzmindener Wärmepumpen-Spezialisten erneut zum Einsatz – in acht Gebäuden mit 68 Geschosswohnungen sowie in 27 Reihenhäusern, insgesamt also 95 Wohneinheiten. Jede der zwölf Erdreich-Wärmepumpen wurde zusätzlich mit einem Internet-Service-Gateway (ISG) ausgestattet. Per digitaler Anbindung an die Servicewelt von Stiebel Eltron ist autorisierten Personen der datengeschützte Fernzugriff auf jede entsprechend ausgerüstete Anlage möglich, mit allen relevanten Daten und auf Wunsch auch mit Auswertungen über anschauliche Diagramme.

Das ISG fungiert als Schnittstelle zwischen der Heizung und dem hauseigenen Internetrouter, sodass die Daten der Anlage komfortabel über jedes digitale Gerät – Smartphone, Tablet, Laptop oder PC – aufgerufen und Einstellungen vorgenommen werden können. Parameter und Schwellenwerte können so jederzeit überprüft und bei Bedarf optimiert werden. „In der Regel kommt das ISG vorrangig in Ein- und Zweifamilienhäusern zum Einsatz“, berichtet Gunnar Wilcke, Haustechnik-Experte von Stiebel Eltron. „Allerdings haben wir mit der verhältnismäßig kleinteiligen Bebauung der Neuen Gartenstadt Falkenberg eine ähnliche Struktur – die gesamte Siedlung ist weitläufig und besteht aus vielen unterschiedlichen Baukörpern.“

Installiert wurden ausnahmslos Erdreich-Wärmepumpen mit Wärmeleistungen zwischen 13 und 38 Kilowatt. Zum energetischen Konzept gehören ferner Blockheizkraftwerke, die einerseits die Grundlast-Warmwasserbereitung übernehmen, andererseits Strom liefern, der wiederum für die Wärmepumpen genutzt wird. Für die Spitzenlastabdeckung bei der Warmwasserbereitung sind zusätzlich Gas-Brennwertgeräte vorhanden.

Nutzen für Mieter steht an erster Stelle

Über die Wärmepumpenanlagen werden die Wohnungen nicht nur effizient mit Wärme versorgt, sondern auch gekühlt. Dank des ISG werden alle Daten geloggt, sodass eine Optimierung der Anlagen in Abstimmung zwischen Genossenschaft, Fachhandwerker und Stiebel Eltron-Kundendienst möglich ist. Ein darüber hinausgehender, wichtiger Zusatznutzen für die Berliner Wohnungsgenossenschaft ist die Überwachung, wie Christian Ehret erläutert: „Die Häuser sind so gut gedämmt, dass der Mieter bei einem Ausfall der Heizungsanlage im schlechtesten Fall erst nach zwei Tagen Bescheid gibt, wenn etwas nicht stimmt. Bis der Fachhandwerker informiert ist, die einzelnen Komponenten der Anlage auf Fehler überprüft und die Störung behoben hat, vergeht unnötig viel Zeit. Wir hingegen erhalten über das ISG bei einer Fehlfunktion sofort eine Info, dass und wo es hakt – somit können wir kurzfristig reagieren.“ Parallel erhält auch der Fachhandwerker die Info und kann online prüfen, welche Störung genau vorliegt, um schnell und zielgerichtet zu agieren. Im Idealfall ist die Anlage schon wieder intakt, bevor ein Mieter vom Ausfall etwas bemerkt.(Red.)

Redaktion (allg.)

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