Statistisches Bundesamt

Baugenehmigungen 2020 auf hohem Niveau

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 Bild: Pixabay/Michael Gaida
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Die Corona-Krise hat im Jahr 2020 nicht zu einem Rückgang der Baugenehmigungen für Wohnungen geführt: Mit 368.400 zum Bau genehmigten Wohnungen stieg die Zahl um knapp 8.000 oder 2,2 Prozent gegenüber 2019.

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, befinde sich die Zahl genehmigter Wohnungen im Zeitvergleich weiter auf einem hohen Niveau. Mehr genehmigte Wohnungen als im Jahr 2020 gab es seit der Jahrtausendwende nur 2016 mit 375.400. Die meisten Genehmigungen gab es bei Zweifamilienhäusern (+4.400 oder +20,5 %). Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser ist um 2,4 Prozent und die für Mehrfamilienhäuser um 0,4 Prozent gestiegen.

Die Immobilienverbände sehen eherStagnation

Aus Sicht des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) sind die Zahlen ein Zeichen für die Stagnation im Bauwesen. Vor allem der Rückgang an genehmigten Mehrfamilienhäusern in den A-Städten sei eine schwere Hypothek, um die angespannten Wohnungsmärkte in den Metropolen zu entlasten. „Wir brauchen ein Regulierungsmoratorium. Nach einer Legislaturperiode, die durch neue Regulierungen geprägt war, sieht man nun, dass das Problem nicht gelöst, sondern verschärft wurde“, so ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner.

Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, kommentiert: „Der Trend stimmt, aber die Dynamik flacht zu sehr ab.“ Im Jahr 2019 habe der Anstieg gegenüber dem Vorjahr noch bei vier Prozent gelegen. Insbesondere bei den Mehrfamilienhäusern falle der aktuelle Anstieg der Baugenehmigungszahlen für das Jahr 2020 mit 0,4 Prozent sehr gering aus. Der GdW gibt außerdem zu bedenken: Genehmigt sei noch lange nicht gebaut. Von den eigentlich pro Jahr benötigten 140.000 preisgünstigen Mietwohnungen seien 2019 am Ende weniger als 78.000 und damit nur 56 Prozent des eigentlichen Bedarfs fertiggestellt worden. Denn Bauherren stünden neben langwierigen Verfahren weitere zahlreiche Hürden im Weg: eine steigende Normen- und Auflagenflut, zu geringe Baukapazitäten und ein mangelndes Neubauklima in der Bevölkerung. (Red.)

Redaktion (allg.)

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